Seit 2016 amtiert Riccardo Chailly als Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra; seinen Vertrag hat er mittlerweile bis 2028 verlängert. 1953 in Mailand geboren, studierte Chailly an den Konservatorien von Perugia, Rom und Mailand sowie an der Accademia Musicale Chigiana und begann seine Laufbahn als Assistent von Claudio Abbado an der Mailänder Scala. 1980 wurde er zum Chefdirigenten des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin berufen, 1988 wechselte er in derselben Position zum Royal Concertgebouw Orchestra, dem er sechzehn Jahre lang vorstand. Von 2005 bis 2016 war er als Gewandhauskapellmeister in Leipzig tätig, seit Januar 2015 trägt er als Musikdirektor die Verantwortung an der Mailänder Scala, der er noch bis Ende dieser Saison verbunden bleibt. Chailly dirigierte führende europäische Orchester wie die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das London Symphony Orchestra und das Orchestre de Paris. In den USA arbeitete er mit dem New York Philharmonic, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra sowie dem Chicago Symphony Orchestra zusammen. Als Operndirigent war er auch an der New Yorker Met, am Londoner Royal Opera House, am Opernhaus Zürich, an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper sowie in Chicago und San Francisco zu Gast. Chailly ist Exklusivkünstler bei Decca Classics und wurde für seine mehr als 150 CDs mit Preisen wie dem Echo Klassik und dem Gramophone Award geehrt. Zuletzt veröffentlichte er Opernchöre von Verdi, die 2023 zu seinem 70. Geburtstag erschienen, und 2024 Verdis Quattro pezzi sacri, gekoppelt mit der Inno delle nazioni. 2015 kam unter dem Titel Das Geheimnis liegt in der Stille ein Buch mit Gesprächen über die Musik heraus. Chailly ist Grand’Ufficiale della Repubblica Italiana, Cavaliere di Gran Croce und Ritter vom Orden des Niederländischen Löwen. 1996 ernannte ihn die Royal Academy of Music in London zum Ehrenmitglied, seit 2011 ist er in Frankreich Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres.
Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 7. September 1988 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und Werken von Wagenaar, Mozart und Tschaikowsky.
Februar 2026