Das Pittsburgh Symphony Orchestra, das 1895 gegründet wurde, war das erste amerikanische Orchester, das bei Lucerne Festival auftrat. Sein Aufstieg in die Spitzenklasse der internationalen Klangkörper erfolgte in den 1930er Jahren und verbindet sich mit Otto Klemperer und Fritz Reiner, die damals als Gast- bzw. Chefdirigenten die Geschicke lenkten. Während der Amtszeit von Reiner (1938–48) absolvierte es erste Tournee und begann, Einspielungen vorzulegen. Fast ein Vierteljahrhundert lang, von 1952 bis 1976, stand William Steinberg an der Spitze des Orchesters und baute die internationale Reputation weiter aus. André Previn (1976–84), Lorin Maazel (1988–96) und Mariss Jansons (1997–2004) konnten als Musikdirektoren an diese grosse Tradition anknüpfen. Seit 2008 hat Manfred Honeck die Chefposition inne; mit ihm gastierte das Orchester in Asien und unternimmt im Sommer 2026 eine Europareise mit Stationen bei den Salzburger Festspielen, in Warschau, Hamburg, Köln, Amsterdam, Essen und Wien. Neben den klassischen Konzerten in der Heinz Hall und regelmässigen Auftritten in amerikanischen Musikzentren wie der New Yorker Carnegie Hall oder dem Kennedy Center in Washington veranstaltet das Pittsburgh Symphony Orchestra eine Pops-Serie, die seit 2020 von Byron Stripling geleitet wird. Mit Familienkonzerten und vielfältigen Förder- und Bildungsprogrammen erreicht es jährlich Zehntausende junger Leute. Für seine CD-Veröffentlichungen erhielt das Orchester zahlreiche Preise, darunter mehrere Grammy Awards. Zuletzt erschien im Herbst 2025 Mozarts Requiem mit Rezitationen von F. Murray Abraham.
Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 30. August 1964 mit Werken von Weber, Schubert, Piston, Hindemith und Ravel unter Leitung von William Steinberg; zuletzt hier zu Gast am 6. September 2017 mit Manfred Honeck, der Dvořák und Tschaikowsky dirigierte.
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Juni 2026