Peter Mattei

Bariton

Der schwedische Bariton Peter Mattei, geboren 1965 in Piteå, absolvierte seine Gesangsausbildung in Stockholm und gab 1990 sein Bühnendebut am Schlosstheater Drottningholm: mit der Partie des Nardo in Mozarts La finta giardiniera. Bald wurde er an die Königliche Oper Stockholm verpflichtet, wo er in der Spielzeit 1994/95 erstmals Mozarts Figaro sang; sein Einstand als Don Giovanni erfolgte noch in der gleichen Saison in Göteborg. Mozart und vor allem die drei Da-Ponte-Opern bilden bis heute einen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit: Er hat sie u. a. bei den Festspielen von Aix-en-Provence, Glyndebourne und Salzburg interpretiert, an der Mailänder Scala und an der Metropolitan Opera New York. Darüber hinaus umfasst Matteis Repertoire aber auch Werke wie Rossinis Il barbiere di Siviglia (Figaro), Puccinis La bohème (Marcello), Tschaikowskys Pique Dame (Jeletzki) oder Janáčeks Aus einem Totenhaus (Šiškov). Bei den Salzburger Festspielen war er als Tschaikowskys Eugen Onegin zu erleben, die Frankfurter Oper engagierte ihn als Titelheld einer Neuproduktion von Brittens Billy Budd. In der vergangenen Saison trat Mattei als Wolfram in Wagners Tannhäuser an der Metropolitan Opera auf und gestaltete den Amfortas (Parsifal) in Stockholm. 2016/17 wird er am Opernhaus Zürich als Marquis Posa in Verdis Don Carlo zu erleben sein und interpretiert den Eugen Onegin an der Opéra National de Paris. Peter Mattei ist ein gefragter Konzertsänger und arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Riccardo Chailly, Daniel Harding, Riccardo Muti, Sir Antonio Pappano, Esa-Pekka Salonen und Sir Georg Solti zusammen. Unter seinen CDs seien Berlioz’ Les Troyens hervorgehoben, wo er als Chorèbe mitwirk-te: Die von Sir Colin Davis dirigierte Aufnahme erhielt gleich zweimal den «Grammy». 2004 wurde Peter Mattei vom schwedischen König zum Hofsänger ernannt. 

Debut bei LUCERNE FESTIVAL anlässlich der Eröffnung des Sommer-Festivals 2010 als Don Fernando in der Aufführung von Beethovens Fidelio unter der Leitung von Claudio Abbado.

August 2016