Patricia Kopatchinskaja

Violine

Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja wurde 1977 im moldawischen Chişi-nău in eine Musikerfamilie geboren – die Mutter spielt ebenfalls Geige, der Vater das Cimbalom. 1989 emigrierte die Familie nach Wien: Dort nahm Patricia Kopatchinskaja als 13-Jährige ihr Studium an der Musikuniversität auf; vier Jahre später wechselte sie an die Hochschule der Künste nach Bern, wo sie ihre Ausbildung bei Igor Ozim abschloss. Als Siegerin des Internationalen Szeryng-Wettbewerbs (2000) wurde sie in Fachkreisen bekannt; 2002 erhielt sie den «Credit Suisse Young Artist Award». Heute arbeitet Patricia Kopatchinskaja mit führenden Orchestern zusammen und sorgt mit ungewöhnlichen, oft radikalen Interpretationen für Aufsehen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zu Hause wie im romantischen Repertoire oder in der Moderne, spielt rege Kammermusik und entwickelt inszenierte Konzerte. Dieses breite Spektrum stellte sie im Sommer 2017 als «artiste étoile» auch bei LUCERNE FESTIVAL vor. In der Saison 2018/19 trat Kopatchinskaja unter der Leitung von Kirill Petrenko mit dem Bayerischen Staatsorchester und den Berliner Philharmonikern auf. Sie gab mit Peter Eötvös’ Violinkonzert Seven ihr Debut beim Cleveland Orchestra, ging mit Teodor Currentzis und dem Tschaikowsky-Konzert auf Japan-Tournee und konzertierte mit dem Orchestre symphonique de Montréal unter Kent Nagano. Als singende und spielende Rezitatorin präsentierte sie gemeinsam mit Musikern der Berliner Philharmoniker Schönbergs Pierrot lunaire. Für ihre CDs wurde Kopatchinskaja u. a. mit dem «International Classical Music Award», dem «Prix Caecilia» und dem «Recording of the Year Award» des Magazins Gramophone ausgezeichnet. Für ihr Album Death and the Maiden mit Werken von Dowland bis Kurtág erhielt sie 2018 den «Grammy». Zuletzt veröffentlichte sie mit der Pianistin Polina Leschenko Sonaten von Bartók und Poulenc.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2002 mit dem Sibelius-Konzert und den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons.

Juli 2019