Vita

Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja wurde 1977 im moldawischen Chişinău als Tochter eines Musikerpaars geboren. Als 16-Jährige nahm sie in Wien, wohin die Familie 1989 emigriert war, ihr Studium an der Musikuniversität auf und schloss es bei Igor Ozim in Bern ab. International bekannt wurde Kopatchinskaja, als sie 2002 den Credit Suisse Young Artist Award gewann und sich mit den Wiener Philharmonikern bei Lucerne Festival vorstellte. Seither arbeitet sie mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic, dem Mahler Chamber Orchestra oder dem Orchestre Philharmonique de Radio France zusammen. Dem SWR Symphonieorchester ist sie seit 2024 als «artistic partner» verbunden, 2025/26 stellt das London Symphony Orchestra sie im «Artist Portrait» mit mehreren Konzerten vor. 2025 debutierte sie beim New York Philharmonic, im März 2026 beim Cleveland Orchestra. Patricia Kopatchinskaja, die 2017 als «artiste étoile» das Programm von Lucerne Festival prägte, sorgt mit ungewöhnlichen, oft radikalen Interpretationen für Aufsehen. Ihr Ziel ist es, ins Innere der Musik zu gelangen und ihre Bedeutung für das Hier und Heute zu ergründen. Dabei haben für sie zeitgenössische Werke etwa von Francisco Coll, Luca Francesconi, Michael Hersch, Márton Illés, György Kurtág, Esa-Pekka Salonen oder Aureliano Cattaneo oberste Priorität. Sie komponiert auch selbst und veröffentlicht ihre Musik unter dem Namen PatKop. Als begnadete Geschichtenerzählerin entwickelt sie inszenierte Konzerte wie Dies irae, Bye-Bye Beethoven, Les Adieux oder zuletzt Im Namen des Friedens. Für ihre mehr als dreissig CDs wurde Kopatchinskaja u. a. mit dem International Classical Music Award, dem Prix Caecilia und dem Recording of the Year Award des Magazins Gramophone ausgezeichnet. Ihr Album Death and the Maiden mit Werken von Dowland bis Kurtág gewann 2018 den «Grammy». Zuletzt veröffentlichte sie 2025 mit der Camerata Berlin die CD Exil mit Werken von Schnittke, Panufnik, Schubert, Ysaÿe und Wyschnegradsky.

Debut bei Lucerne Festival am 7. September 2002, als sie das Sibelius-Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons spielte.

März 2026