Monteverdi Choir

Der Monteverdi Choir wurde 1964 von Sir John Eliot Gardiner gegründet, um die Marienvesper des Namenspatrons in der King’s College Chapel in Cambridge aufzuführen. Ursprünglich hatte sich der Chor zum Ziel gesetzt, die Musik des Barock in ihren verschiedensten Facetten zu erkunden, doch längst erstreckt sich sein Repertoire quer durch die Epochen. Konzerte in aller Welt haben den Monteverdi Choir zu einem Inbegriff für leidenschaftlichen und hochkultivierten Chorgesang werden lassen. Seine Mitglieder übernehmen regelmässig auch die Soloparts bei den Aufführungen. Als spektakulärstes Projekt in der Geschichte des Monteverdi Choir gilt die «Bach Cantata Pilgrimage» aus dem Jahr 2000, als der Chor zum 250. Todestag des Leipziger Thomaskantors dessen Kantatenwerk komplett in mehr als sechzig europäischen Kirchen zur Aufführung brachte; die Mitschnitte dieser Konzerte erhielten zahlreiche Preise, darunter den «Gramophone Award». Regelmässig wirkt der Monteverdi Choir bei Opernproduktionen mit: So trat er beispielsweise an der Pariser Opéra Comique in Webers Le Freyschütz (in der Berlioz-Fassung), Chabriers L’Étoile und Bizets Carmen oder am Londoner Royal Opera House mit Glucks Orphée et Eurydice auf. Im Dezember 2015 waren die Sängerinnen und Sänger mit Janáčeks Glagolitischer Messe beim Tonhalle-Orchester Zürich zu Gast, im Herbst 2016 folgten Aufführungen von Mendelssohns Lobgesang mit dem London Symphony Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig. 2017 aber steht ganz im Zeichen des nächsten Monteverdi-Projekts: Zum 450. Geburtstag des Komponisten geht der Chor sieben Monate lang mit den drei Opern L’Orfeo, Il ritorno d’Ulisse in patria und L’incoronazione di Poppea auf Tour, die auch in Venedig, Salzburg, Berlin, Paris, Chicago und New York präsentiert werden. Schirmherr des Monteverdi Choir ist der Prince of Wales.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 2. September 1994 mit Mozarts Thamos, König in Ägypten und der c-Moll-Messe.

April 2017