Die Geschichte des MDR-Rundfunkchors reicht bis in das Jahr 1924 zurück, als die damalige Leipziger Oratorienvereinigung in einer Sendung der Mitteldeutschen Rundfunk AG auftrat. Damit ist er der traditionsreichste Chor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland und heute mit über 70 Sänger*innen der grösste dazu. Nach dem Zweiten Weltkrieg firmierte er zunächst als Leipziger Rundfunkchor, seit 1992 trägt er seinen heutigen Namen. Künstlerischer Leiter ist seit Beginn der Saison 2025/26 der katalanische Dirigent Josep Vila i Casañas. Der Chor konzertiert mit bedeutenden Orchestern und trat unter Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Herbert von Karajan, Kurt Masur, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle und Christian Thielemann auf. Regelmässig ist er mit dem MDR-Sinfonieorchester zu hören. In der laufenden Spielzeit standen ausserdem Konzerte mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Andris Nelsons sowie Mirga Gražinytė-Tyla, dem SWR Symphonieorchester unter François-Xavier Roth, dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Manfred Honeck und dem hr-Sinfonieorchester mit Alain Altinoglu auf dem Programm. Auch mit A-cappella-Projekten tritt der MDR-Rundfunkchor hervor: Sein Repertoire umspannt fast ein Jahrtausend Musikgeschichte, vom Mittelalter bis zur Gegenwart, und enthält geistliche wie weltliche Werke. Nahezu 250 Schallplatten und CDs, viele davon preisgekrönt, hat der Chor bisher eingespielt. Zuletzt erschien 2023 eine Aufnahme mit sakraler Musik von Felix Mendelssohn. 2013 wurde der MDR-Rundfunkchor mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet.
Debut bei Lucerne Festsival am 13. September 2006 bei einer Aufführung von Schönbergs Gurre-Liedern unter Michael Gielen.
März 2026