London Symphony Orchestra

Das London Symphony Orchestra (LSO) wurde 1904 als erstes selbstverwaltetes Orchester Englands gegründet und erwarb sich bald einen herausragenden Ruf in aller Welt. Während der vergangenen Jahrzehnte amtierten André Previn (1968–79), Claudio Abbado (1979–88), Michael Tilson Thomas (1988–95), Sir Colin Davis (1995–2007) und Valery Gergiev (2007–15) an der Spitze des Orchesters. 2017 begann die Amtszeit von Sir Simon Rattle als neuem Music Director; Gianandrea Noseda und François-Xavier Roth fungieren als Principal Guest Conductors. Das London Symphony Orchestra präsentiert jährlich über siebzig Konzerte im Barbican Centre, das seit 1982 seinen festen Sitz bildet. Regelmässige Residenzen führen das Orchester ins New Yorker Lincoln Center, in die Pariser Philharmonie und die Suntory Hall nach Tokio; hinzu kommen Auftritte in aller Welt, so zuletzt im Mai 2019 eine Südamerika-Tournee mit Stationen in Kolumbien, Peru, Argentinien, Uruguay und Chile. 2019/20 widmet sich Rattle schwerpunkthaft Werken von Beethoven, Bartók und Percy Grainger; zu den Gästen am Pult zählen dann u. a. Sir John Eliot Gardiner, Sir Antonio Pappano und Michael Tilson Thomas. Besonderen Wert legt das Orchester auf innovative und breitenwirksame Programmangebote für ein Publikum jeden Alters und Bildungsgrads. 65.000 Hörer werden pro Spielzeit mit diesen Projekten erreicht, die unter dem Titel «LSO Discovery» in der Kirche St. Luke’s stattfinden. Die Aktivitäten umfassen Familienkonzerte, Schulprojekte, eine Zusammenarbeit mit der Guildhall School of Music and Drama oder «Discovery Days». Mit «LSO Live» verfügt das Orchester über ein eigenes CD-Label, das schon mehr als 150 Aufnahmen veröffentlicht hat: Sie wurden mit Auszeichnungen wie dem «Grammy», dem «Classical Brit Award», dem «Orphée d’or» oder dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» bedacht.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 3. September 1982: Claudio Abbado dirigierte Elgars Cellokonzert und Berlioz’ Symphonie fantastique.

August 2019