Vita

Jörg Widmann, seit 2026 Künstlerischer Leiter der Lucerne Festival Academy, wurde 1973 in München geboren. Als Komponist, Klarinettist und Dirigent gehört er zu den vielseitigsten Künstlern unserer Zeit. Seine Klarinettenausbildung absolvierte er bei Gerd Starke in München und bei Charles Neidich an der New Yorker Juilliard School. Komposition studierte er bei Kay Westermann, Wilfried Hiller, Hans Werner Henze, Heiner Goebbels und Wolfgang Rihm. Seine Werke werden von den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem New York Philharmonic, dem Royal Concertgebouw Orchestra oder dem Cleveland Orchestra uraufgeführt und regelmässig gespielt. In der Saison 2023/24 war Widmann composer-in-residence bei den Berliner Philharmonikern, wo u. a. sein Hornkonzert zur Uraufführung gelangte. Bereits 2009 prägte er in derselben Funktion das Programm von Lucerne Festival; zuletzt erklang hier im Sommer 2023 als Uraufführung The last rose of summer für Viola und Orchester. Als Dirigent war Widmann mit den Orchestern von Oslo bis Budapest und von Seoul bis Cleveland zu erleben. Er ist Erster Gastdirigent der NDR Radiophilharmonie, Associated Conductor des Münchener Kammerorchesters und Artistic Partner der Sinfonietta Riga. Zu seinen langjährigen Kammermusikpartner*innen zählen u. a. der Pianist Pierre-Laurent Aimard und die Geigerinnen Isabelle Faust und Carolin Widmann. Mehrere Werke wurden Widmann gewidmet, darunter Klarinettenkonzerte von Rihm, Aribert Reimann, Mark Andre und Olga Neuwirth, deren Zones of Blue er im Februar mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle zur Uraufführung brachte. Von 2001 bis 2015 lehrte Widmann an der Musikhochschule in Freiburg/Br. Klarinette und Komposition. Seit 2017 unterrichtet er Komposition an der Barenboim-Said-Akademie in Berlin. Viel­fach ausgezeichnet, so zuletzt mit dem Hamburge Bach-Preis (2023) und dem Musikpreis der Landeshauptstadt München (2021), wurde Widmann 2024 zum Mitglied der Royal Swedish Academy of Music ernannt.

Debut bei Lucerne Festival am 28. August 2002 im Trio mit Muriel Cantoreggi und Silke Avenhaus, mit denen er eigene Werke und Musik von Strawinsky, Berg und Bartók interpretierte. Zuletzt dirigierte er hier am 16. August 2026 Rihms Tutuguri.

Mai 2026