Howard Arman

Dirigent

Howard Arman, geboren 1954 in London, wurde in seiner Heimatstadt am Trinity College of Music ausgebildet und begann seine Laufbahn vor allem als Dirigent von Chorwerken sowie im Bereich der Barockmusik. So leitete er von 1983 bis 2000 den Salzburger Bachchor, mit dem er bei den Salzburger Festspielen 1995 Händels Israel in Egypt und 1997 Haydns Nelson-Messe zur Aufführung brachte. Von 1998 bis 2013 amtierte er als Künstlerischer Leiter des MDR Rundfunkchors in Leipzig und war dort auch als ständiger Gastdirigent des MDR Sinfonieorchesters zu erleben. Von 2011 bis Sommer 2016 war Arman als Musikdirektor am Luzerner Theater tätig, wo er in der Spielzeit 2015/16 Neuproduktionen von Bellinis Norma und Rossinis Il viaggio a Reims dirigierte; am 3. Juni verabschiedete er sich mit einer Aufführung von Tippetts Oratorium A Child of Our Time. Seine neue Wirkungsstätte findet Arman ab September 2016 als Künstlerischer Leiter beim Chor des Bayerischen Rundfunks. Eng verbunden ist Howard Arman den Händel-Festspielen in Halle, wo er 1996 mit Tolomeo die erste Produktion auf historischen Instrumenten verantwortete und 2009 das Gedenkkonzert zu Händels 250.Todestag im Rahmen eines von ihm konzipierten «Special Day» leitete. Weltweite Aufmerksamkeit erntete seine Interpretation der Neunten Sinfonie von Beethoven, die aus Anlass des 25-jährigen Pontifikats von Papst Johannes Paul II. im Vatikan stattfand und als Fernsehübertragung in vielen Ländern ausgestrahlt wurde. Als Gast war er auch an der Wiener Volksoper, der Finnischen Nationaloper Helsinki und am Teatro La Fenice in Venedig tätig. Armans CD-Einspielungen von Rachmaninows Vespern und Grauns Passionskantate Der Tod Jesu wurden jeweils mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet. Ausserdem ist er Träger des Händel-Preises der Stadt Halle und des Mozartpreises der Sächsischen Mozart-Gesellschaft.

Als Dirigent debutierte Howard Arman bei LUCERNE FESTIVAL am 19. März 2013 mit Poulencs Stabat Mater und Bizets Te Deum.

August 2016