Gianluca Capuano

Dirigent

Gianluca Capuano, 1968 in Mailand geboren, studierte Orgel, Komposition und Dirigieren am Konservatorium seiner Heimatstadt und schloss auch ein Studium der Philosophie an der dortigen Universität ab. Früh spezialisierte er sich auf die Alte Musik sowie die historisch-informierte Aufführungspraxis und trat als Dirigent, Organist und Continuo-Spieler in ganz Europa, den USA, Russland und Japan auf. Dabei arbeitete er mit Künstlern wie Michael Chance, Emma Kirkby, Cecilia Bartoli, Max Emanuel Cencic, Philippe Jaroussky, Diego Fasolis oder Lorenzo und Vittorio Ghielmi zusammen. 2006 gründete Capuano das Ensemble Il canto di Orfeo, mit dem er seither das barocke und klassische Repertoire erarbeitet. Mit dieser Formation trat er auch am Mailänder Teatro alla Scala auf, wo er sich 2013 mit Raskatovs Hundeherz vorstellte und 2015 an einer Produktion von Bernd Alois Zimmermanns Soldaten mitwirkte. Gemeinsam mit dem Concerto Köln spielte er Leonardo Vincis Artaserse in und präsentierte das Werk an der Oper Köln. Beim Edinburgh Festival, am Pariser Théâtre des Champs-Elysées und am Festspielhaus Baden-Baden leitete er Bellinis Norma mit Cecilia Bartoli in der Hauptrolle, und diese Zusammenarbeit setzt sich seit 2017 bei den Salzburger Festspielen fort, wo er am Pult der Musiciens du Prince-Monaco Händels Ariodante und Rossinis La donna del lago dirigierte. 2019 wurde er dann zum Chefdirigenten dieses Ensembles berufen. In der Saison 2019/20 war Gianluca Capuano mit Donizettis L’elisir d’amore am Teatro Real in Madrid sowie mit Rossinis La cenerentola und mit Glucks Iphigénie en Tauride am Opernhaus Zürich zu Gast. Im Februar 2021 gibt er mit Werken von Donizetti und Rossini sein Debut an der Wiener Staatsoper. Gianluca Capuano ist auch künstlerischer Leiter des Festivals «Musica negli horti», das jeweils im September im Val d’Orcia stattfindet.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 16. September 2018 am Pult der Musiciens du Prince-Monaco mit Rossinis La cenerentola.

August 2020