Vita

Frank Dupree, geboren 1991 in Rastatt, wurde zunächst als Jazz-Schlagzeuger ausgebildet, wandte sich dann aber dem Klavier zu und legte 2019 bei Sontraud Speidel an der Karlsruher Musikhochschule sein Solistenexamen ab. Wichtige Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Emanuel Ax, Gabór Takács-Nagy, Menahem Pressler und Ferenc Rados. Ausserdem studierte er Dirigieren bei Peter Eötvös sowie Hans Zender und assistierte Sir Simon Rattle und Mario Venzago. Einen Schwerpunkt setzt Dupree auf die Interpretation neuer und zeitgenössischer Werke, darunter Wolfgang Rihms Stück Con Piano? Certo!, das er 2015 mit der Badischen Staatskapelle Karlsruhe zur Uraufführung brachte. Frank Dupree konzertierte u. a. mit dem London Symphony und dem London Philharmonic Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, den Göteborger Sinfonikern, dem SWR Symphonieorchester, dem hr-Sinfonieorchester, dem Minnesota Symphony Orchestra und dem Orchestre de Chambre de Paris. 2025/26 debutierte er beim BBC Philharmonic Orchestra, beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, beim Royal Scottish National Orchestra und beim Malaysian Philharmonic Orchestra. Seit 2023 ist er Artistic Partner beim Württembergischen Kammerorchester. Immer wieder übernimmt Dupree bei seinen Konzerten die Leitung vom Klavier aus. Als Kammermusiker arbeitete er mit dem Cellisten Kian Soltani, dem Klarinettisten Pablo Barragán, dem Trompeter Simon Höfele, dem Bratschisten Timothy Ridout, der Schlagzeugerin Vivi Vassileva und der Geigerin Noa Wildschut zusammen. Im Jazzbereich bildet er mit Jakob Krupp und Obi Jenne das Frank Dupree Trio. Er trat bei den Festivals in Verbier, Davos, Montreux und Schwetzingen auf, beim Heidelberger Frühling, bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und beim Beethovenfest in Bonn. Für Antheils Klavierkonzert Nr. 1 erhielt er 2018 den Opus Klassik, für die Kapustin-Konzerte Nr. 4 und 5 den International Classical Music Award und den Diapason d’or. Zuletzt legte er im Frühjahr 2026 das Klavierkonzert von Daníel Bjarnason auf CD vor.

Bisher ein Auftritt bei Lucerne Festival: Am 26. August 2021 gab er ein Debut-­Konzert mit Werken von Ravel, Antheil, Adams, Kapustin, Gershwin und einer eigenen Improvisation.

April 2026