Vita

Mit dem 2021 ins Leben gerufenen Lucerne Festival Contemporary Orchestra – kurz: LFCO – verfügt Lucerne Festival über ein Exzellenzorchester für neue und neueste Musik. Als Pendant zum Lucerne Festival Orchestra fokussiert es sich auf Partituren des 20. und 21. Jahrhunderts, von den Klassikern der Moderne bis hin zu Auftragswerken, die in Luzern uraufgeführt werden. Die Mitglieder des LFCO haben alle von der Ausbildung in der von Pierre Boulez initiierten und heute von Wolfgang Rihm geleiteten Lucerne Festival Academy profitiert. Dank der engen Anbindung an die Akademie und ihr Netzwerk ist das LFCO in der Lage, eine Vorreiterrolle bei der Interpretation aktueller Musik und der Entwicklung zukunftsweisender Konzertformate zu spielen. In seinen Projekten nutzt es die Möglichkeiten der neuen Technologien; interdisziplinäre Arbeiten lassen innovative Hör- und Konzertereignisse entstehen. Zu erleben ist das LFCO beim Luzerner Sommer-Festival, ausserdem gestalte die Musiker*innen jeweils im November ein eigenes, der Gegenwartsmusik gewidmetes Festival: Lucerne Festival Forward. Einladungen führten das LFCO zuletzt zum Musikfest Berlin, zu den Donaueschinger Musiktagen und in die Kölner Philharmonie; im Frühjahr 2023 gastiert es in der Hamburger Elbphilharmonie. Das LFCO hat u. a. mit Sylvain Cambreling, Kirill Gerstein, Heinz Holliger, Patricia Kopatchinskaja, Enno Poppe und Tyshawn Sorey zusammengearbeitet und an Produktionen des Luzerner Theaters mitgewirkt. 2021 brachte es Rebecca Saunders’ Klavierkonzert to an utterance zur Uraufführung, im Sommer 2022 hob es gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter Thomas Adès’ Air aus der Taufe.

November 2022