Das Danish String Quartet wurde 2004 von vier Studierenden aus der Kammermusikklasse von Tim Frederiksen an der Königlich Dänischen Musikakademie in Kopenhagen gegründet. Noch im selben Jahr gewann es die Danish Radio Chamber Music Competition, 2005 die Trondheim, die Charles Hennen sowie die Vagn Holmboe Competition und 2009 die London International String Quartet Competition. Seit 2008, als der Norweger Fredrik Schøyen Sjölin die Celloposition übernahm, spielt das Quartett in der Besetzung mit den Geigern Frederik Øland, Rune Tonsgaard Sørensen und dem Bratschisten Asbjørn Nørgaard. Anstelle von Øland, der sich gerade im Vaterschaftsurlaub befindet, wird heute Ludvig Gudim zu hören sein, der Konzertmeister des Dänischen Radio-Sinfonieorchesters. Das Danish String Quartet ist regelmässiger Gast auf den bedeutenden Kammermusikpodien der Welt. Seit 2007 kuratiert es das DSQ Festival in Kopenhagen. In seinen Programmen stellt es dem klassischen Repertoire oft zeitgenössische Werke gegenüber. So gestaltete es von 2021 bis 2025 das Projekt «Doppelgänger», das Schubert-Quartette mit Uraufführungen von Bent Sørensen, Lotta Wennäkoski, Anna Thorvaldsdottir und Thomas Adès koppelte. Unter seinen CDs findet sich die fünfteilige PRISM-Reihe, die Beethoven und Bach in Beziehung zu Schostakowitsch, Schnittke, Bartók, Mendelssohn und Webern setzt. Das jüngste Album der Dänen, Keel Road, ist traditioneller Musik aus Nordeuropa gewidmet, einem weiteren Schwerpunkt des Ensembles. 2025 wurde das Danish String Quartet mit dem hochdotierten Léonie Sonning Music Prize ausgezeichnet.
Februar 2026