Im Brass Ensemble des Lucerne Festival Orchestra haben sich die Blechbläser*innen des von Claudio Abbado gegründeten und heute von Riccardo Chailly geleiteten Orchesters zu einer festen Formation zusammengeschlossen, um Musik von der Renaissance bis zur Gegenwart aufzuführen. Die Idee verdankt sich dem Solotrompeter Reinhold Friedrich: Auf seine Initiative gab das Ensemble im Festspielsommer 2009 sein erstes Konzert. Bis heute ist die unkonventionelle Programmdramaturgie, die bestimmte aussermusikalische Setzungen umkreist, ein Markenzeichen geblieben: Passend zum jeweiligen Motto der Sommer-Festivals widmen sich die exklusiv zusammengestellten Werkfolgen Themen wie «Natur», «Eros», «Nacht», «Glaube», «Psyche» oder «PrimaDonna». Und in diesem Jahr geht es natürlich um «American Dreams». Das Repertoire, das bei den Konzerten zu Gehör gelangt, kennt keine Grenzen: Es umfasst Bearbeitungen von Klassikern, Werke von Sofia Gubaidulina, Wolfgang Rihm, Galina Ustwolskaja und Einojuhani Rautavaara, aber auch unterhaltende Musik. Hinzu kommen Arrangements, die oft eigens für das Brass Ensemble des Lucerne Festival Orchestra geschrieben werden: Im heutigen Konzert erklingt etwa erstmals Steven Verhaerts Bearbeitung von Barbers Adagio. Die Besetzung des Ensembles kann vom Solo oder Duo bis hin zur vollen Stärke eines Blasorchesters oder zur erweiterten Formation mit der Schlagzeuggruppe reichen. Neben seinen Auftritten beim Festival stellt das Brass Ensemble seine Programme auch auf anderen europäischen Podien vor. 2013 erschien bei Accentus eine CD, die Werke von Modest Mussorgsky enthält.
Debut bei Lucerne Festival am 16. August 2009 mit einem Programm zum Thema «Natur».
August 2026