Benjamin Bruns

Tenor

Benjamin Bruns begann seine Sängerlaufbahn als Alt-Solist im Knabenchor seiner Heimatstadt Hannover. Nach privatem Gesangsunterricht bei Peter Sefcik studierte er an der Hamburger Musikhochschule bei Renate Behle und wurde noch während der Ausbildung ans Bremer Theater engagiert, wo er sich ein breitgefächertes Repertoire im lyrischen Tenorfach aufbauen konnte. Über die Oper Köln und die Sächsische Staatsoper Dresden führte ihn sein Weg 2010 an die Wiener Staatsoper, der er bis heute mit einem Residenzvertrag verbunden ist. Benjamin Bruns singt Mozart-Partien wie den Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Tamino (Die Zauberflöte), Don Ottavio (Don Giovanni) oder Ferrando (Così fan tutte), tritt aber auch im italienischen Fach hervor (etwa mit dem Don Ramiro in Rossinis La cenerentola) und interpretiert ausgewählte Wagner-Rollen wie den Erik aus dem Fliegenden Holländer, den David in den Meistersingern oder den Loge aus dem Rheingold. Als Steuermann im Holländer war von 2012 bis 2016 bei den Bayreuther Festspielen zu hören. 2018/19 gab Bruns am Teatro Municipal de Santiago sein Rollendebut als Alwa in Bergs Lulu; an der Wiener Staatsoper wirkte er als Hylas in einer Neuproduktion von Berlioz’ Les Troyens mit, an der Bayerischen Staatsoper trat er als Tamino auf, an der Semperoper Dresden als Wenzel in Smetanas Verkaufter Braut. Einen wichtigen Gegenpol zur Arbeit auf der Opernbühne bildet für Benjamin Bruns der Oratorien- und Liedgesang. Sein Konzertrepertoire erstreckt sich von Bach und Händel über die Wiener Klassiker bis zu Schumann, Mendelssohn und Bruckner. Er konzertierte mit so renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Leipziger Gewandhausorchester, dem Boston Symphony Orchestra, der Tschechischen Philharmonie und dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia.  

Juli 2019