Andreas Schager

Tenor

Andreas Schager, 1971 in Niederösterreich geboren, wurde bei Walter Moore an der Wiener Universität für Musik ausgebildet und feierte sein Operndebut als Ferrando in Così fan tutte beim Festival «Mozart in Schönbrunn». Er begann seine Laufbahn als lyrischer Tenor im Ensemble der Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach. Gastauftritte führten ihn bald zu den Wiener Festwochen, an das Teatro Comunale di Bologna, an die Oper Köln und an die Royal Opera Canada. Mit dem David in den Meistersingern, den er 2009 bei den Tiroler Festspielen in Erl interpretierte, wandte sich Andreas Schager erstmals einer Wagner-Partie zu. 2011 folgte sein Wechsel in das Fach des Heldentenors, zunächst mit Rollen wie Wagners Rienzi, dem Florestan in Beethovens Fidelio oder dem Max in Webers Freischütz. 2012 gab er dann seinen Einstand als Wagners Tristan und als Siegfried im Ring – zwei Schlüsselpartien seines Repertoires, die er mittlerweile an vielen führenden Opernhäusern gesungen hat, so an der Staatsoper Berlin, an der Mailänder Scala und am Mariinsky-Theater St. Petersburg. In der Saison 2015/16 war Schager als Parsifal in Berlin zu hören, interpretierte den Siegmund in der Walküre an der Oper Leipzig und gastierte als Tannhäuser an der Vlaamse Opera in Antwerpen. Im Sommer 2016 stellte er sich mit dem Erik aus dem Fliegenden Holländer erstmals bei den Bayreuther Festspielen vor, die ihn für 2017 und 2018 auch als Parsifal verpflichtet haben. Gemeinsam mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst brachte Andreas Schager Strauss’ Daphne in New York zur Aufführung und gestaltete die Rolle des Apollo; an der Oper Frankfurt trat er in einer anderen, selten gespielten Strauss-Oper auf: als Menelas in der Ägyptischen Helena. Sein Konzertrepertoire umfasst u. a. Beethovens Neunte Sinfonie, Mahlers Lied von der Erde und Schönbergs Gurre-Lieder.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 4. September 2013 in der Partie des Siegfried in Wagners Götterdämmerung bei einer konzertanten Aufführung mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott. 

August 2016