Veronika Dzhioeva

soprano

Die in Georgien geborene Sopranistin Veronika Dzhioeva wurde am Rimsky-Korsakow-Konservatorium St. Petersburg bei Tamara Nowitschenko ausgebildet und besuchte Meisterkurse bei Elena Obraztsova, Joan Sutherland und Luciano Pavarotti. 2005 ging sie als Preisträgerin aus dem Maria-Callas-Wettbewerb in Athen hervor, 2006 gewann sie die Gesangskonkurrenz «The Amber Nightingale» in Kaliningrad. Schon 2004 hatte Veronika Dzhioeva als Mimì in Puccinis La Bohème ihren Bühneneinstand gefeiert. Rasch wurde sie an die führenden russischen Opernhäuser engagiert: Am Mariinsky-Theater St. Petersburg gestaltete sie u. a. die Elisabetta in Verdis Don Carlo und die Titelrolle in La traviata, in Moskau war sie als Fiordiligi in Così fan tutte und mit Rodion Schtschedrins Die Bojarin Morosowa zu erleben, und an der Staatsoper Novosibirsk widmete sie sich Partien wie der Figaro-Gräfin, der Micaëla in Bizets Carmen und der Tatjana in Eugen Onegin. Auch in Italien war Veronika Dzhioeva schon mehrfach zu Gast, so am Teatro Petruzzelli in Bari, am Teatro Comunale in Bologna und am Teatro Massimo in Palermo, wo sie Donizettis Maria Stuarda interpretierte. Im Sommer 2009 stellte sie sich bei einem Gastspiel des Mariinsky-Theaters unter Leitung von Valery Gergiev mit Rachmaninows Aleko am Festspielhaus Baden-Baden vor. Zu Veronika Dzhioevas Konzertrepertoire zählen die Requiem-Vertonungen von Mozart und Verdi, Mahlers Zweite Sinfonie, aber auch zeitgenössische Werke, darunter Boris Tischtschenkos Achmatowa-Zyklus Run of the Time. Zu den Dirigenten, mit denen sie bislang zusammenarbeitete, zählen neben Gergiev auch Yuri Bashmet, Teodor Currentzis, Mikhail Pletnev und Tugan Sokhiev. 2010 wurde ihr der Tschechische Nationalpreis «Euro Pragensis Ars» verliehen.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 16. April 2011 mit Tschaikowsky Eugen Onegin und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons.

Dezember 2010