Rinaldo Alessandrini

conductor

Der Dirigent, Cembalist und Organist Rinaldo Alessandrini, der 1960 in Rom geboren wurde, entschied sich im Alter von achtzehn Jahren für das Spiel historischer Tasteninstrumente. Er bildete sich weitgehend als Autodidakt fort – nur bei Ton Koopman nahm er zeitweilig Unterricht. 1984 gründete Alessandrini sein eigenes Ensemble, Concerto Italiano, das er mit Cavallis La Calisto im Teatro Ghione in Rom erstmals der Öffentlichkeit vorstellte. Insbesondere seine Interpretationen der italienischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und namentlich der Werke Monteverdis und Vivaldis erlangten Referenzcharakter. Alessandrini und das Concerto Italiano gastierten bei allen bedeutenden Festivals der Alten Musik und an vielen Opernbühnen; an der Mailänder Scala und der Opéra National de Paris gestalten sie beispielsweise einen Monteverdi-Zyklus, den Robert Wilson inszeniert. Darüber hinaus dirigiert Rinaldo Alessandrini als Gast zahlreiche renommierte Orchester: Er leitete das Orchestra of the Age of Enlightenment und das Freiburger Barockorchester, das San Francisco Symphony und das Orchester des Maggio Musicale, das Orchestre National du Capitole de Toulouse und das Kammerorchester Basel. Als Operndirigent war er am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und am Teatro Real in Madrid tätig; in der Saison 2014/15 brachte er an der Norske Opera in Oslo Mozarts Figaro, an der Welsh National Opera Händels Orlando und am Teatro San Carlo in Neapel Jommellis L’isola disabitata heraus. 2003 wurde Rinaldo Alessandrini mit dem «Premio Abbiati» der italienischen Kritikervereinigung ausgezeichnet und vom französischen Kulturminister zum «Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt. Für seine Platteneinspielungen erhielt er u. a. den «Gramophone Award», den «Grand Prix du Disque», den «Preis der deutschen Schallplattenkritik» und den «Diapason d’Or».

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 28. August 2013 musizierte Rinaldo Alessandrini mit dem Concerto Italiano hier Werke von Monteverdi, Gesualdo, Merula, Marini, Rossi und Castello.

August 2015