Quatuor Diotima

Das französische Quatuor Diotima wurde 1996 von vier Absolventen der Konservatorien in Paris und Lyon gegründet. Sein Name versteht sich als Reverenz an Luigi Nonos Streichquartett Fragmente – Stille. An Diotima und verrät bereits, wie wichtig den Musikern die Interpretation Neuer Musik ist. 1999 gewann das Quartett den französischen Kammermusikwettbewerb der FNAPEC, im Jahr 2000 wurde ihm der Preis für zeitgenössische Musik bei der internationalen Quartettkonkurrenz in London zugesprochen. Seither konzertiert das Quatuor Diotima in den renommierten Konzertsälen Europas, der USA, Mittel- und Südamerikas sowie Japans und Chinas. Das Repertoire, das die Vier zu Gehör bringen, reicht von Joseph Haydn bis zu Werken der Gegenwart und zahlreichen Uraufführungen, die einen integralen Bestandteil ihrer Programme bilden. In der Saison 2012/13 war das Quatuor Diotima mit einer Residenz beim Kunstfest Weimar und als «Fellow» im Wissenschaftskolleg Berlin zu Gast; am Pariser Théâtre des Bouffes du Nord präsentierte es eine Konzertreihe mit Werken von Beethoven, Schönberg und Boulez, dazu kamen Auftritte am Konzerthaus Wien, beim Musikfest Stuttgart und bei der Ars Musica in Brüssel. In der kommenden Spielzeit ist das Quartett «artist-in-residence» bei den «Voix Nouvelles» im Kloster Royaumont und im Théâtre d’Orléans; an den Bouffes du Nord bringt es einen Schubert-Zyklus zur Aufführung. Gegenwärtig hat das Quatuor Diotima Kompositionsaufträge u. a. an Philippe Manoury, Toshio Hosokawa und Brian Ferneyhough vergeben. Gleich fünf der CDs des Ensembles wurden mit dem «Diapason d’Or» ausgezeichnet: die Aufnahmen mit Quartetten von Lachenmann und Nono (2004), Janácek (2008), Alberto Posadas (2009), George Onslow (2010) und Steve Reich, Samuel Barber und George Crumb (2011).

Juni 2013