Michael Volle

bass

Michael Volle, der in Freudenstadt im Schwarzwald geboren wurde, erhielt seine Gesangsausbildung bei Josef Metternich sowie Ru­dolf Piernay und begann seine Laufbahn als Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, darunter die Konkurrenz «Neue Stimmen» in Gütersloh. 1990 wurde er als Ensemblemitglied an das Nationaltheater Mannheim verpflichtet; es folgten Festengagements an der Deutschen Oper am Rhein, bei den Städtischen Bühnen Köln, am Opernhaus Zürich und, seit Beginn der Spielzeit 2007/08, an der Bayerischen Staatsoper München. Als Gast trat der Bariton an vielen renommierten Bühnen auf: so an der Opéra National de Paris, der Mailänder Scala, dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, dem Royal Opera House London, der Deutschen Staatsoper Unter den Linden, der Wiener Staats­oper und bei den Salzburger Festspielen. Sein Repertoire entwickelte er behutsam von den grossen Baritonpartien Mozarts (Don Giovanni, Figaro-Graf, Guglielmo, Papageno) über Rollen wie Eugen Onegin, Billy Budd und Ford in Falstaff hin zu Mandryka in Strauss’ Arabella oder dem Beckmesser in Wagners Meistersingern, den er erstmals 2003 gestaltete und 2007/08 auch bei den Bayreuther Festspielen präsentierte. In den vergangenen beiden Spielzeiten war er an der Bayerischen Staatsoper als Wozzeck und als Morone (Palestrina) zu erleben; am Londoner Covent Garden wirkte er in Neuproduktionen von Bergs Lulu und Wagners Tristan mit. Der Konzertsänger Michael Volle interpretiert Werke von Bach bis zur Gegenwart – und dies mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Philippe Herreweghe, Mariss Jansons, Zubin Mehta, Kent Nagano, Seiji Ozawa oder Franz Welser-Möst. Und auch dem Liedgesang widmet er sich regelmässig. 2008 wurde Michael Volle von den Kritikern des Magazins Opernwelt zum «Sänger des Jahres» gewählt.

 Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. August 2005 mit Beethovens Missa solemnis unter Leitung von Franz Welser-Möst; letzter Auftritt am 15. März 2008 mit dem Brahms-Requiem, das Mariss Jansons dirigierte.

15. Januar 2010