Hans Christoph Begemann

baritone

Der 1962 in Hamburg geborene Bariton Hans Christoph Begemann studierte bei Claus Ocker in Hamburg, bei Ernst Haefliger in München und bei Aldo Baldin in Karlsruhe; Meisterkurse führten ihn zu Hans Hotter und Elisabeth Schwarzkopf. Seine Bühnenlaufbahn begann er 1992 am Stadttheater Giessen; von 1994 bis 1997 gehörte er zum Ensemble des Wuppertaler Theaters, von 1997 bis 2005 war er am Staatstheater Darmstadt fest verpflichtet. Seither arbeitet er als freischaffender Künstler und leitet eine Gesangsklasse an der Hochschule für Musik in Mainz. Hans Christoph Begemann gastierte an vielen grossen Bühnen: So war er etwa an der Oper Leipzig in der Rolle der vier Bösewichter in Offenbachs Les Contes d’Hoffmann zu erleben, wirkte an der Finnischen Nationaloper Helsinki in Peter Sellars’ Inszenierung von Kaija Saariahos L’Amour de loin mit und gestaltete am Staatstheater Nürnberg die Titelpartie bei der Uraufführung von Luca Lombardis Prospero. Ausserdem trat er an den Opernhäusern von Essen, Köln, Mannheim und Basel sowie bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen auf. Seit 2007 ist Begemann regelmässiger Teilnehmer der «Liederwerkstatt» beim Kissinger Sommer und brachte in diesem Rahmen Vertonungen von Wolfgang Rihm (Goethe-Lieder), Manfred Trojahn, Peter Ruzicka, Wilhelm Killmayer und Moritz Eggert zur Aufführung. Ohnehin widmet er sich intensiv dem Liedgesang und interpretierte in Rezitalen schon mehr als 300 Schubert-Lieder. Als Interpret in den Bachschen Passionen war er im Wiener Musikverein, in der Zürcher Tonhalle und in der Leipziger Thomaskirche zu hören. Hans Christoph Begemann engagiert sich auch für Repertoireraritäten und spielte Otto Nicolais Il templario sowie Max Bruchs Arminius auf CD ein. Im Herbst 2010 erschien seine Aufnahme der Orchesterlieder von Hans Pfitzner.

August 2012