Guy de Mey

tenor

Der belgische Tenor Guy de Mey, der bei Erna Spoorenberg, Peter Pears und Eric Tappy Gesang studierte, begann seine Karriere im Jahr 1975, als er in seinem Heimatland den «Concours National Pro Civitate» gewann. Als Konzertsänger und Operninterpret hat er seitdem hunderte von Auftritten in ganz Europa und Nordamerika, in Israel und Japan absolviert. Unter Leitung von Roger Norrington wirkte er bei Produktionen von Mozarts Zauberflöte und Monteverdis L’Orfeo bei den Londoner Proms und an der English National Opera mit; gemeinsam mit William Christie brachte er Lullys Atys in Paris, Florenz und New York zur Aufführung. Am Théâtre Royal de la Monnaie war er in der berühmten Lulu-Inszenierung von Ruth Berghaus zu erleben, in Aix-en-Provence widmete er sich Berlioz’ L’Enfance du Christ. In den vergangenen Jahren hat sich Guy de Mey vor allem auf Charakter- und Buffo-Rollen spezialisiert: So war er als Tanzmeister in Ariadne auf Naxos an der Mailänder Scala zu Gast, als Roi Ouf Ier in Chabriers L’Étoile am Opernhaus Zürich und als Triquet in Eugen Onegin an der Nederlandse Opera Amsterdam. Die Bayerische Staatsoper verpflichtete ihn für die Uraufführung von Unsuk Chins Alice in Wonderland, das Royal Opera House in London für eine Produktion von Massenets Manon mit Anna Netrebko in der Titelrolle. Mit Dirigenten wie William Christie, John Eliot Gardiner, René Jacobs, Ton Koopman, Marc Minkowski, Roger Norrington oder Jordi Savall hat Guy de Mey mehr als fünfzig CDs eingespielt: Viele davon wurden mit Preisen wie dem «Grand Prix du Disque», dem «Prix Caecilia» oder dem «Diapason d’Or» ausgezeichnet. Seit 1995 lehrt Guy de Mey das Fach Barockmusik am Königlich-Flämischen Konservatorium in Antwerpen.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 16. April 2011.

9. Dezember 2010