Freiburger BarockConsort

Das Freiburger BarockConsort ist die kleine Formation des 1987 gegründeten Freiburger Barockorchesters. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Musik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts, die mit ausgefallenen Programmen vorgestellt wird: Zahlreiche in Vergessenheit geratene Werke werden dabei wiederentdeckt, vermeintlich Bekanntes wird aus ungewohnter Perspektive neu beleuchtet. Der Horizont erstreckt sich von englischer Musik über das nord- und mitteldeutsche Repertoire bis zu Kompositionen aus dem Habsburger Reich und Werken des italienischen Frühbarocks. Vor allem die bildhaften, hochvirtuosen Kompositionen von Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Heinrich Schmelzer, Georg Muffat und Antonio Bertali gehören zu den Steckenpferden des Freiburger BarockConsort. Intensiv hat sich das Ensemble auch für die lange Zeit vernachlässigte Kammermusik Georg Philipp Telemanns eingesetzt – erwähnt sei hier vor allem die Veröffentlichung der Pariser Quartette auf CD, die von der internationalen Kritik hoch gerühmt wurde. Das Freiburger BarockConsort widmet sich auch der Aufführung von Vokalmusik. Gemeinsam mit dem Orlando di Lasso Ensemble wurde zuletzt eine CD unter dem Titel In bel giardino eingespielt, die Madrigale von Giovanni Valentini präsentiert. In Planung befindet sich zudem eine solistisch besetzte Aufführung der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Zuweilen verlässt das Freiburger BarockConsort seine historische Stammepoche und wagt den Brückenschlag zur zeitgenössischen Musik: so mit der Reihe «Zeitsprünge», die barocke Literatur mit Werken der Moderne kombiniert. 

April 2010