Anu Komsi

soprano

Die Sopranistin Anu Komsi, die aus dem westfinnischen Kokkola stammt, absolvierte ihr Gesangsstudium an der Sibelius-Akademie in Helsinki und begann ihre Laufbahn 1994 als Ensemblemitglied am Bremer Theater, dem sie vier Jahre lang angehörte. Seither ist sie freischaffend tätig und gastiert an Bühnen wie der Opéra National und dem Théâtre du Châtelet in Paris, der New York City Opera, der Staatsoper Stuttgart, der Oper Frankfurt und der Finnischen Nationaloper. Ihr Musiktheaterrepertoire umfasst mehr als vierzig Rollen und erstreckt sich von Donizettis Norina über Verdis Gilda, Offenbachs Olympia und Strauss’ Zerbinetta bis zu Bergs Lulu oder Gepopo aus Ligetis Le Grand Macabre. Intensiv widmet sich Anu Komsi vor allem der zeitgenössischen Musik: Esa-Pekka Salonen, Unsuk Chin und George Benjamin komponierten neue Werke für sie, aber auch als Interpretin der Musik von György Kurtág (Kafka-Fragmente), Kaija Saariaho, James Dillon und Peter Eötvös ist sie erfolgreich. Eine ihrer Paraderollen ist der Sopranpart in Morton Feldmans Neither, mit dem sie 2011 auch bei den Salzburger Festspielen debutierte. 2014 war sie in der Titelpartie von Heinz Holligers Schneewittchen am Theater Basel zu erleben. Als Konzertsängerin arbeitete Anu Komsi mit Dirigenten wie Rudolf Barschai, Peter Eötvös, Alan Gilbert, Heinz Holliger, Roger Norrington, Sakari Oramo und Franz Welser-Möst zusammen. Neben ihrer Gesangslaufbahn hat sie sich auch als Kulturmanagerin profiliert und ist als Künstlerische Leiterin für den Opernsommer Kokkola verantwortlich, wo sie zuletzt, im Juli 2015, Seppo Pohjolas The Maiden of Harrbåda aus der Taufe hob. Das Festival wurde 2008 für seine innovativen Aufführungen mit dem finnischen Staatskunstpreis ausgezeichnet; im selben Jahr erhielt Anu Komsi überdies den Kulturpreis der Finnischen Kulturstiftung.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 23. August 2008 mit George Benjamins Into the Little Hill.

August 2015