Alliage Quintet

Alliage Quintett – der Name ist Programm. Denn das französische Wort «alliage», das in der Physik eine Metalllegierung bezeichnet, lässt sich gleich im doppelten Sinne auf das Saxophon-Ensemble anwenden: Zum einen bestehen die Instrumente selbst aus einer Legierung verschiedener Metalle, voran Kupfer und Zink; zum anderen aber bietet das Klangbild eine ideale Verschmelzung unterschiedlicher Timbres, und das Repertoire des Quintetts mischt munter divergierende Stilrichtungen und Genres. Gründer des Alliage Quintetts ist der Frankokanadier Daniel Gauthier, der als Deutschlands einziger Professor für das klassische Saxophon an der Musikhochschule Köln lehrt und im Ensemble den Sopranpart übernimmt. Sein Schüler Koryun Asatryan, der 1985 in Armenien geboren wurde und 2008 bereits ein Debutkonzert bei LUCERNE FESTIVAL gab, ist am Tenorsaxophon zu hören. Die Altstimme steuert Eva Barthas bei, die in Toulouse bei Philippe Lecocq und in Paris bei Claude Delangle studierte. Das Baritonsaxophon spielt ihr deutscher Kollege Sebastian Pottmeier, der in Hannover und Bordeaux ausgebildet wurde, und die koreanische Pianistin Jang-Eun Bae ergänzt die Formation zum Quintett. Das Repertoire der vier Saxophonisten und ihrer Mitstreiterin am Klavier setzt sich aus raffinierten Arrangements bekannter Meisterwerke vom Barock bis zur Moderne zusammen und paart feinsinnige Kammermusik mit anspruchsvoller Unterhaltung. Mittlerweile ist das Alliage Quintett in ganz Europa, in Asien und in Nordamerika aufgetreten und gastierte bei vielen renommierten Festivals. Gleich für seine Debut-CD Una voce poco fa wurde das Ensemble 2005 mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet; als jüngste Veröffentlichung erschien im März 2011 eine Platte unter dem Titel Voyage Russe. Die vier Saxophonisten des Alliage Quintetts spielen Instrumente von Henri Selmer (Paris) und blasen Rohrblätter der Firma RICO.

August 2011