Thomas Hengelbrock

Dirigent

Thomas Hengelbrock, 1958 in Wilhelmshaven geboren, studierte Violine bei Conrad von der Goltz und bei Rainer Kussmaul in Würzburg und Freiburg. 1980 wurde er Konzertmeister der Jungen Deutschen Philharmonie; daneben musizierte er u. a. im Concentus Musicus Wien. 1985 zählte Thomas Hengelbrock zu den Mitbegründern des Freiburger Barockorchesters, 1991 rief er den Balthasar-Neumann-Chor ins Leben, 1995 das Balthasar-Neumann-Ensemble. Von 1995 bis 1998 amtierte er als Künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, von 2000 bis 2003 war er Musikdirektor der Wiener Volksoper, und 2001 gründete er das Feldkirch Festival, dem er bis 2006 vorstand. 2011 übernahm er die Leitung des NDR Sinfonieorchesters, des heutigen NDR Elbphilharmonie Orchesters, mit dem er im Januar 2017 die Hamburger Elbphilharmonie glanzvoll eröffnete. Seit Beginn der Saison 2016/17 ist Hengelbrock überdies als «Chef associé» beim Orchestre de Paris tätig. Als Operndirigent arbeitete er bei den Bayreuther und den Schwetzinger Festspielen, am Festspielhaus Baden-Baden, an der Opéra National de Paris, am Teatro Real in Madrid und am Royal Opera House in London. Mehrfach hat Hengelbrock auch selbst Regie geführt: So inszenierte und dirigierte er bei der Ruhr-triennale Purcells King Arthur oder bei den Salzburger Festspielen Mozarts Il re pastore sowie Purcells Dido and Aeneas. Bei Konzerten leitete er u. a. das Chamber Orchestra of Europe, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Münchner Philharmoniker; 2015/16 debutierte er beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und bei den Wiener Philharmonikern. Neben dem historischen Repertoire befasst er sich auch mit zeitgenössischer Musik, die er schon früh, als Assistent von Witold Lutosławski und Mauricio Kagel, intensiv studierte. 2016 wurde ihm der Karajan-Musikpreis verliehen.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 19. März 1997 mit dem Freiburger Barockorchester und dem Balthasar-Neumann-Chor, auf dem Programm standen Werke von Emmanuele Rincon d’Astorga und Antonio Lotti.

Februar 2017