Pierre-Laurent Aimard

Klavier

Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard, der 1957 in Lyon geboren wurde, studierte am Pariser Conservatoire bei Yvonne Loriod und bei Maria Curcio in London. Ausserdem nahm er an den Analyseseminaren von Pierre Boulez am Pariser IRCAM teil und besuchte Kurse von György Kurtág in Budapest. 1973 gewann er den Messiaen-Preis in Royan und gilt seither als berufener Interpret der Werke dieses Komponisten. Als Boulez 1976 das Ensemble intercontemporain gründete, ernannte er Aimard zum Solopianisten. Viele bedeutende Kompositionen hat Aimard seither uraufgeführt, darunter die Répons von Boulez, mehrere Etüden György Ligetis oder Harrison Birtwistles Klavierkonzert Responses. Daneben interpretierte er als Solist und Kammermusiker stets auch das «traditionelle» Repertoire, das er in klug durchdachten Programmen mit ungewöhnlicher Dramaturgie aufführt. Als «artiste étoile» stand Aimard 2007 im Zentrum von LUCERNE FESTIVAL; «in residence» war er auch bei den Berliner Philharmonikern, im Wiener Konzerthaus, an der New Yorker Carnegie Hall, in der Cité de la Musique Paris, an der Alten Oper Frankfurt, beim Tanglewood Festival und im Londoner Southbank Centre. Von 2009 bis 2016 amtierte er als Künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals. In der vergangenen Saison war Aimard mit Rezitalen in Tokio, Peking, Moskau, St. Petersburg, New York, Paris, Wien sowie im Berliner Pierre Boulez Saal zu Gast und unternahm eine Europa-Tournee mit dem Gustav Mahler Jugendorchester. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2017 der Ernst von Siemens Musikpreis; für seine Aufnahme von Bachs Kunst der Fuge wurden ihm der «Diapason d’or» und der «Choc du Monde de la Musique» verliehen. Zuletzt erschien im Frühjahr seine Gesamteinspielung von Messiaens Catalogue d’oiseaux. Aimard lehrt als Professor an der Musikhochschule Köln.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1979 mit den Oiseaux exotiques von Messiaen; Miltiades Caridis dirigierte das Schweizerische Festspielorchester.

Deutschen Grammophon Gesellschaft.

Juli 2018