Michael Barenboim

Violine

Der Geiger Michael Barenboim, der 1985 als Sohn von Elena Bashkirova und Daniel Barenboim in Paris geboren wurde, begann als Vierjähriger mit dem Klavierspiel. Nachdem die Familie 1992 nach Berlin umgezogen war, wechselte er zur Violine: Seine Lehrer waren Abraham Jaffe und Axel Wilczok, der ihn auch an der Rostocker Musikhochschule unterrichtete. Ausserdem studierte Barenboim einige Semester Philosophie an der Pariser Sorbonne. Als Konzertmeister des West-Eastern Divan Orchestra begann er seine Karriere, doch längst ist Michael Barenboim auch als gefragter Solist regelmässig bei grossen Orchestern zu Gast. Mit den Wiener Philharmonikern und dem Chicago Symphony Orchestra brachte er Schönbergs Violinkonzert zu Gehör. Er konzertierte mit den Münchner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Israel Philharmonic, dem Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala. 2016 debutierte er beim Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia unter Sir Antonio Pappano und beim Kölner Gürzenich-Orchester mit François-Xavier Roth. Viele Jahre hat Michael Barenboim mit Pierre Boulez zusammengearbeitet; zum 90. Geburtstag des französischen Komponisten im Jahr 2015 führte er mehrere seiner Stücke in Berlin, London, Paris und bei den Salzburger Festspielen auf. Und auch seine erste CD, die im Januar 2017 erschien, enthält neben Solowerken von Bach und Bartók die Anthèmes I und II von Boulez. Ein wichtiger Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit ist die Kammermusik. Michael Barenboim ist Mitbegründer des Erlenbusch Quartetts und musiziert auch mit den Geigern Nikolaj Znaider und Guy Braunstein, der Bratischistin Nobuko Imai, den Cellisten Frans Helmerson und Alisa Weilerstein sowie seinen Eltern am Klavier. Er lehrt an der neugegründeten Barenboim-Said Akademie in Berlin.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 1. September 2011 mit Werken für Violine solo von Bach und Boulez.

April 2017