Herbert Blomstedt

Dirigent

1927 im amerikanischen Springfield (Massachusetts) als Sohn schwedischer Eltern geboren, erhielt Herbert Blomstedt seine musikalische Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Stockholm, an der Universität Uppsala und an der New Yorker Juilliard School of Music. Anschliessend bildete er sich bei Igor Markevitch in Salzburg und bei Leonard Bernstein in Tanglewood weiter. Im Februar 1954 debutierte Blomstedt am Pult des Stockholmer Philharmonischen Orchesters und leitete später als Chefdirigent so bedeutende skandinavische Klangkörper wie die Osloer Philharmoniker (1962–68) oder das Dänische (1968–77) und das Schwedische Radio-Sinfonieorchester (1977–82). Von 1975 bis 1985 stand er überdies an der Spitze der Staatskapelle Dresden. 1985 wurde Herbert Blomstedt zum Music Director des San Francisco Symphony gewählt, dem er zehn Jahre lang verbunden blieb und mit dem er zahlreiche Europatourneen absolvierte. Von 1996 bis 1998 wirkte er als Chef des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg, von 1998 bis 2005 leitete er das Gewandhausorchester Leipzig, das ihn danach zum Ehrendirigenten ernannte. Als Gast arbeitet Blomstedt bei den führenden Orchestern Europas und Nordamerikas und ist auch als Mittneunziger noch international aktiv. So dirigierte er 2020/21 die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bamberger Symphoniker, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Gewandhausorchester Leipzig, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und das Danish National Symphony Orchestra. Er ist ein gewähltes Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie und mehrfacher Ehrendoktor. Blomstedt, dessen Interpretationen analytische Präzision mit musikalischer Beseeltheit verbinden und der auch wegen seiner Bescheidenheit und seines Ethos höchstes Ansehen geniesst, erhielt 2016 den Léonie-Sonning-Musikpreis. Zu seinem 90. Geburtstag im Jahr 2017 erschien unter dem Titel Mission Musik ein Gesprächsband mit ihm.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 24. August 1979 am Pult der Staatskapelle Dresden mit Werken von Respighi und Bruckner.

Juli 2021