Vita

Die südafrikanische Sopranistin Golda Schultz ist «artiste étoile» bei Lucerne Festival im Sommer 2022. Geboren 1983 in Kapstadt, absolvierte sie ihr Gesangsstudium an der dortigen Universität und der New Yorker Juilliard School. Ausserdem nahm sie Unterricht bei Johan Botha, Kiri Te Kanawa und Michelle Breedt. Ihre Laufbahn begann sie 2011 im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, die sie 2014 in ihr Ensemble verpflichtete. Seit 2018 ist Golda Schultz freischaffend tätig und tritt an renommierten Bühnen weltweit auf. Bereits 2015 konnte sie als Sophie in Strauss’ Rosenkavalier bei den Salzburger Festspielen debutieren, die sie 2017 als Vitellia in Mozarts La clemenza di Tito erneut einluden. Mit der Sophie gab Golda Schultz 2016 auch ihren Einstand an der Mailänder Scala; an der New Yorker Metropolitan Opera war sie erstmals 2017 zu hören, als Pamina in der Zauberflöte. Einen besonderen Erfolg feierte sie 2021 in der Rolle der Agathe, die sie bei einer Neuproduktion von Webers Freischütz an der Bayerischen Staatsoper gestaltete. An der Wiener Staatsoper, am Opernhaus Zürich und beim Glyndebourne Festival war sie als Gräfin Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro zu hören, an der San Francisco Opera gastierte sie mit Jake Heggies It’s a Wonderful Life. Im Mai 2022 gestaltete Schultz an der Metropolitan Opera erstmals den Part der Ann Trulove in Strawinskys The Rake’s Progress. 2022/23 wird sie als Micaëla in Bizets Carmen an der Opéra national de Paris sowie der Chicago Lyric Opera auftreten und als Adina in Donizettis L’elisir d’amore an die
«Met» zurückkehren. Auf dem Konzertpodium arbeitete Golda Schultz mit Gustavo Dudamel, Zubin Mehta, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Santtu-Matias Rouvali, Esa-Pekka Salonen, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst zusammen. 2020 war sie Stargast in der «Last Night of the Proms». Im Frühjahr 2022 veröffentlichte sie ihre erste Solo-CD This Be Her Verse mit Liedern von fünf Komponistinnen.

Juli 2022