Vita

Der österreichische Dirigent Franz Welser-Möst, geboren 1960 in Linz, steht seit 2002 dem Cleveland Orchestra vor, das er noch bis 2027 als dann am längsten amtierender Musikdirektor in der Geschichte des Orchesters leiten wird. Neben den Konzertreihen in der Severance Hall und im Blossom Music Center tritt er mit den «Clevelanders» bei Residenzen in anderen amerikanischen Städten, in Europa und China auf. Immer wieder widmet er sich dabei auch dem Musiktheater, so im Mai 2026 Beethovens Fidelio. Zuvor stand Welser-Möst u. a. in Verantwortung am Opernhaus Zürich, dem er von 1995 bis 2008 verbunden war. Eine enge Zusammenarbeit pflegt er mit den Wiener Philharmonikern: 2011, 2013 und 2023 dirigierte er das berühmte Neujahrskonzert. Ausserdem ging er mit ihnen auf Tournee durch die USA, Japan, China und Australien. 2024 ernannten ihn die «Wiener» zu ihrem Ehrenmitglied. Konzerte führten Welser-Möst in der laufenden Saison bereits zum Gewandhausorchester Leipzig, zum Tonhalle-Orchester Zürich und zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks; im April 2026 leitet er Bergs Wozzeck an der Wiener Staatsoper, im Juni kehrt er zu den Berliner Philharmonikern zurück. Auch bei den Salzburger Festspielen ist er ein gerngesehener Gast. In den letzten Jahren brachte er dort Neuproduktionen von Strauss’ Rosenkavalier, Die Liebe der Danae, Salome und Elektra, von Beethovens Fidelio, Reimanns Lear und Puccinis Il trittico heraus. Für seine Einspielungen erhielt Welser-Möst zahlreiche Preise, u. a. den Gramophone Award, den Diapason d’or und den Japanese Record Academy Award. Franz Welser-Möst ist Ehrenmitglied des Wiener Singvereins, Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst und der Kennedy Center Gold Medal of the Arts; 2020 wurde ihm in Salzburg die Festspielnadel mit Rubin, 2021 für sein Dirigat der Elektra der Österreichische Musiktheaterpreis verliehen. Mit Als ich die Stille fand legte er 2020 «ein Plädoyer gegen den Lärm der Welt» in Buchform vor.

Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 26. März 1999 mit dem Gustav Mahler Jugendorchester und der Sechsten Sinfonie von Mahler.

Januar 2026