Elisabeth Kulman

Mezzosopran

Elisabeth Kulman, 1973 im Burgenland geboren, studierte zunächst slawische Sprachen und Finno-Ugristik an der Universität in Wien, doch 1995 entschied sie sich für die Gesangsausbildung, die sie 2001 bei Helena Lazarska mit Auszeichnung abschloss. Im gleichen Jahr noch debutierte Elisabeth Kulman als Pamina in der Zauberflöte an der Wiener Volksoper und begann eine erfolgreiche Karriere als Sopranistin. 2005 jedoch nahm sie einen Fachwechsel vor und singt seither das Mezzo- bzw. das Altrepertoire. So war Elisabeth Kulman u. a. als Glucks Orpheus an der Opéra National de Paris und bei den Salzburger Festspielen zu erleben, sie trat als Prinz Orlofsky (Die Fledermaus), als Mrs. Quickly (Falstaff) sowie als Herodias (Salome) an der Wiener Staatsoper auf und gastierte als Carmen an der Deutschen Staatsoper Berlin. Dabei ist das historische und stilistische Spektrum, das sie abdeckt, denkbar weit gefasst: Es reicht von Barockopern über das Belcanto-Fach bis zu Richard Wagner und zur zeitgenössischen Musik – erwähnt sei die Uraufführung von Reimanns Medea 2010 an der Wiener Staatsoper. Seit vielen Jahren arbeitet Elisabeth Kulman mit Nikolaus Harnoncourt zusammen: 2013 sang sie unter seiner Leitung in Offenbachs Barbe-Bleue bei der styriarte, 2014 übernahm sie in Harnoncourts Mozart-Da Ponte-Zyklus am Theater an der Wien die Rollen des Cherubino und der Despina, und im Juli 2015 interpretierte sie mit ihm Beethovens Missa solemnis bei den Salzburger Festspielen. In der Saison 2014/15 wirkte sie ausserdem beim Ring-Zyklus der Bayerischen Staatsoper unter Kirill Petrenko mit und trat im Rheingold und der Walküre unter Simon Rattle an der Wiener Staatsoper auf. Ambitionierte Liedprojekte und Ausflüge zum Jazz runden ihr künstlerisches Profil ab. Elisabeth Kulman engagiert sich für die Initiative «art but fair», die für bessere Arbeitsbedingungen der Künstler eintritt.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL im Sommer 2013 als Fricka und Waltraute in Wagners Ring des Nibelungen.

August 2015