Daniel Harding

Dirigent

Der 1975 in Oxford geborene Daniel Harding begann seine Karriere als Assistent von Simon Rattle und Claudio Abbado. 1994 debutierte er beim City of Birmingham Symphony Orchestra, 1996 bei den Berliner Philharmonikern, mit denen er bis heute regelmässig auftritt. Seine ersten Chefpositionen führten ihn zum Sinfonieorchester Trondheim, zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und zum Mahler Chamber Orchestra, das ihn 2011 zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit gewählt hat. Seit 2007 ist Harding Chef des Schwedischen Radiosinfonieorchesters —seinen dortigen Vertrag hat er bis 2023 verlängert. Von 2016 bis Sommer 2019 stand er auch an der Spitze des Orchestre de Paris; ausserdem war er von 2007 bis 2016 Principal Guest Conductor beim London Symphony Orchestra. 2018 wurde er zum Künstlerischen Leiter des Anima Mundi Festivals in Pisa ernannt. Daniel Harding arbeitet ausserdem mit den Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Gewandhausorchester Leipzig zusammen, mit dem Royal Concertgebouworkest, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den grossen amerikanischen Klangkörpern. Als Operndirigent war er vielfach beim Festival von Aix-en-Provence und bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Für seine Dirigate von Verdis Falstaff und Schuberts Fierabras an der Mailänder Scala wurde er jeweils mit dem Premio Abbiati, dem Preis der italienischen Musikkritiker*innen, ausgezeichnet. Auch die Wiener, die Bayerische und die Berliner Staatsoper sowie das Londoner Royal Opera House verpflichteten ihn für verschiedene Produktionen. Seine CDs erhielten zahlreiche Preise, darunter ein Grammy für die Einspielung von Brittens Billy Budd. Seit 2002 ist Daniel Harding Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres, seit 2012 Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie; 2021 wurde er zum Commander im Order of the British Empire (CBE) ernannt. Neben seiner musikalischen Arbeit hat er auch eine Lizenz als Pilot erworben und fliegt Passagiermaschinen.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 16. August 2003 mit dem Mahler Chamber Orchestra und Werken von Haydn, Kelterborn und Schumann.

Juli 2021