Berliner Philharmoniker

1882 schlossen sich 54 ambitionierte Musiker in Berlin zu einem neuen Orchester zusammen, um in eigener Verantwortung Konzerte zu veranstalten: Dies war die Geburtsstunde der Berliner Philharmoniker. Mit Hans von Bülow wählten sie 1887 einen der damals besten Dirigenten an ihre Spitze, der den Grundstein für die hohe Spielkultur legte. Ihm folgten Arthur Nikisch (1895–1922), Wilhelm Furtwängler (1922–54) und Herbert von Karajan (1955–89), die das Klangbild entscheidend prägten. Namentlich in der Ära Karajan erlangten die Berliner Philharmoniker mit Tourneen und zahlreichen preisgekrönten Plattenaufnahmen weltweiten Ruhm. Seit Oktober 1963 residiert das Orchester in der Berliner Philharmonie, einem von Hans Scharoun entworfenen Konzertsaal mit 2.400 Plätzen. 1989, nach dem Tod Karajans, wählten die Berliner Philharmoniker Claudio Abbado zu ihrem neuen Chef: Er reicherte das Repertoire mit zeitgenössischen Werken an und präsentierte thematische Zy-klen. Von 2002 bis zum Sommer 2018 stand Sir Simon Rattle an der Spitze der Philharmoniker und brachte Musik vom Barock bis zur Gegenwart zu Gehör. Seit August 2019 amtiert Kirill Petrenko als Chefdirigent und wird in seiner ersten Saison sinfonische Meilensteine wie Beethovens Neunte und Mahlers Sechste dirigieren, aber auch Musik von Sergej Rachmaninow und Josef Suk. Mit seiner «Digital Concert Hall», die 2019 ihren zehnten Geburtstag feiert, erreicht das Orchester mittlerweile ein Millionenpublikum in aller Welt und strahlt jährlich 40 Konzerte live via Internet aus. Seit 2014 veröffentlicht es CDs und DVDs auf dem eigenen Label «Berliner Philharmoniker Recordings». Einmal im Jahr präsentieren sich die Philharmoniker auch als Opernorchester: bei ihren Osterfestspielen, die seit 2013 in Baden-Baden stattfinden. 2019 musizierten sie dort Verdis Otello, 2020 steht, unter Petrenkos Leitung,  Beethovens Fidelio auf dem Programm.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1958 mit der Neunten Sinfonie von Beethoven unter Leitung Herbert von Karajans. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.berliner-philharmoniker.de.

August 2019