Marin Alsop

Dirigentin

Die amerikanische Dirigentin Marin Alsop wurde 1956 in New York City geboren, studierte an der Yale University und erhielt ihr «Master’s Degree» an der Juilliard School of Music. Ihre internationale Karriere begann, als sie 1989 die «Leopold Stokowski International Conducting Competition» gewann und als erste Frau den «Koussevitzky Conducting Prize» in Tanglewood erhielt, wo sie die Meisterklasse von Leonard Bernstein absolviert hatte. Bereits 1992 übernahm Marin Alsop die Leitung des Cabrillo Festival of Contemporary Music im kalifornischen Santa Cruz, dem sie bis 2016 vorstand. Von 1993 bis 2005 war sie Music Director des Colorado Symphony Orchestra, von 2002 bis 2008 Chefdirigentin beim Bournemouth Symphony Orchestra. 2007 trat Marin Alsop die Chefposition beim Baltimore Symphony Orchestra an, mit dem sie in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen feiert. Seit 2012 steht sie überdies an der Spitze des brasilianischen São Paulo Symphony Orchestra, mit dem sie bereits zwei Europa-Tourneen bestritten hat. Als Gastdirigentin war Alsop mit dem Philadelphia und dem Cleveland Orchestra, dem Los Angeles und dem London Philharmonic, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, der Filarmonica della Scala, dem London Symphony und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zu erleben. 2013 und 2015 leitete sie die legendäre «Last Night of the Proms», als erste Dirigentin überhaupt. Alsops Diskographie umfasst u. a. Gesamteinspielungen der Sinfonien von Brahms und Prokofjew. Für ihre Aufnahme von Bernsteins Mass wurde ihr der «Gramophone Award» verliehen, für Jennifer Higdons Percussion Concerto der «Grammy». Sie ist Trägerin des renommierten «Mac-Arthur Fellowship» und Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Seit 2015 lehrt sie als «Director of Graduate Conducting» am Johns Hopkins Peabody Institute.

August 2016