Academy of St. Martin in the Fields

1958 gründete der Geiger Neville Marriner mit einer Gruppe renommierter Londoner Musiker die Academy of St Martin in the Fields, die am 13. November 1959 ihr erstes Konzert in der gleichnamigen Londoner Kirche am Trafalgar Square gab. Zunächst als reines Streicherensemble angelegt, das ohne Dirigent auftrat, erweiterte sich die Formation rasch um Bläsersolisten und Schlagzeug; und Marriner selbst wechselte 1969 vom Platz des Konzertmeisters ans Dirigentenpult. Heute konzertiert die Academy in verschiedensten Besetzungen, vom Kammerensemble bis zur Grösse eines klassischen Sinfonieorchesters. In den bald sechzig Jahren ihrer Geschichte leistete sie einen wesentlichen Beitrag zur Neuentdeckung und adäquaten Interpretation vieler Werke des barocken und klassischen Repertoires: Über 500 zum Teil preisgekrönte Platteneinspielungen legen davon Zeugnis ab. Breite Bekanntheit erlangte das Ensemble, als es 1984 den Soundtrack zum «Oscar»-prämierten Film Amadeus einspielte. Bis 2011 amtierte Sir Neville Marriner als Music Director, bis zu seinem Tod am 2. Oktober 2016 war er dem Kammerorchester noch als «Life President» verbunden. Seit fünf Jahren steht der amerikanische Geiger Joshua Bell in der Nachfolge Marriners an der Spitze der Academy, Murray Perahia fungiert als «Prinpical Guest Conductor». 2016/17 konzertieren die Musikerinnen und Musiker mit Joshua Bell in mehreren europäischen Ländern und in Australien; Murray Perahia erarbeitet mit ihnen den kompletten Zyklus der Beethoven-Konzerte. Ausserdem stehen Auftritte mit Julia Fischer, Kit Armstrong, Yulianna Avdeeva, Renaud Capuçon, Arabella Steinbacher, Martin Fröst und Cameron Carpenter auf dem Programm. Im Education-Bereich bietet das Ensemble Workshops für Schulkinder und Meisterklassen für Musikstudenten an; ausserdem präsentiert es spezielle Programme für sozial Benachteiligte und Obdachlose.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 2. September 1982 mit Werken u. a. von Mendelssohn, Elgar und Tschaikowsky.

November 2016