Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

Das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (RCO) wurde 1888 als Concertgebouw Orkest anlässlich der Einweihung des Amsterdamer Konzertgebäudes gegründet; seit seinem 100. Geburtstag im Jahr 1988 trägt es das Attribut «Königlich» im Namen. In den ersten fünf Jahrzehnten seines Wirkens wurde das Orchester massgeblich von Willem Mengelberg geprägt, der die grosse Mahler-Tradition begründete. «Wirklich prachtvoll, voll Jugendfrische und Begeisterung», so urteilte bereits Richard Strauss 1897 über den Klangkörper. Dutzende Komponisten traten seither am Pult des RCO in Erscheinung: von Mahler, Debussy, Bartók und Strawinsky bis hin zu Berio, Nono und Henze sowie – in jüngerer Zeit – George Benjamin, Oliver Knussen, Tan Dun, John Adams, Thomas Adès und Michel van der Aa. Natürlich gastierten auch die renommiertesten Dirigenten regelmässig in Amsterdam, angefangen mit Pierre Monteux, Bruno Walter und Otto Klemperer über Sir Georg Solti, George Szell und Eugen Jochum bis zu den Pultstars unserer Tage. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand zunächst Eduard van Beinum an der Spitze des Orchesters; ihm folgten Bernard Haitink (1961–1988), Riccardo Chailly (1988–2004), Mariss Jansons (2004–2015) und Daniele Gatti (2016–2018). Regelmässig geht das RCO auf Tour, so im Februar 2019 wieder mit Konzerten in den Vereinigten Staaten. Das Royal Concertgebouw Orchestra umfasst heute 120 Mitglieder aus 25 Nationen. Bis Ende 2018 wird es im Rahmen des Projekts «RCO Meets Europe» alle 28 Länder der Europäischen Union bereisen, um so den Gedanken der Völkerverständigung und Einheit des Kontinents zu unterstreichen. Rund 1.100 Platten-, CD- und DVD-Aufnahmen, die seit 2004 auch auf dem hauseigenen Label «RCO live» veröffentlicht werden, dokumentieren die künstlerische Arbeit. Das Royal Concertgebouw Orchestra wird grosszügig unterstützt von ING Group und Unilever.

Weitere Informationen finden Sie unter www.concertgebouworkest.nl.

August 2018