Crazy 2

Michael Engelhardt | Stefan Wirth

Beethoven | Hölderlin

Wed, 25.08. | 12.15 | No. 211339

Lukaskirche, Kirchensaal

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CHF 30


Summer Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Crazy 2

    Michael Engelhardt | Stefan Wirth

    Michael Engelhardt  narrator and concept
    Stefan Wirth  piano and conceptualization
    Mark Sattler  idea and conceptualization

    “Bagatelles”
    Beethoven/Hölderlin: A Musical Encounter

    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Six Bagatelles for piano, Op. 126
    Friedrich Hölderlin (1770–1834)
    In lieblicher Bläue blühet 
    late poems (in German)

    They never met each other. Nor is there any evidence of the one engaging artistically with the work of the other. Yet Ludwig van Beethoven and Friedrich Hölderlin have far more in common than simply their year of birth, 1770. Both figures exhausted the possibilities of their respective arts in terms of form and content, both transgressed the aesthetic conventions of their time. And both were isolated at the ends of their lives: Beethoven by his deafness, Hölderlin in the Tübingen Tower, where he spent an incredible 36 years following a mental breakdown. The Bagatelles, Op. 126, and the so-called Tower Poems sparkle like crystals in the late work of these two artists: condensed and concentrated, summations of their experience. When they are placed side by side, amazing correspondences become apparent: the linguistic aspects of Beethoven’s music and Hölderlin’s poetic sonority cross-fertilize. As Jean Paul once observed: “Everything about a great man is interesting, and the trivial things about him are not the least interesting.” 

    Michael Engelhardt

    Der Schauspieler und Rezitator Michael Engelhardt wurde 1960 in Bonn geboren. Von 1978 bis 1981 besuchte er die Westfälische Schauspielschule Bochum und war anschliessend als Ensemblemitglied und Gast an verschiedenen Bühnen tätig, darunter das Berliner Kinder- und Jugendtheater Rote Grütze, die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel, der Theaterhof Priessenthal, das Schauspiel Bonn, das kleine theater Bad Godesberg, das neue theater Halle und das Ro Theater Rotterdam. Gemeinsam mit dem Pianisten Christoph Tycho Knigge trat er zwanzig Jahre lang als Rezitator deutschsprachiger Gedichte und Melodramen auf. In den Niederlanden unterrichtete er von 2013 bis 2017 Deutsch als Fremdsprache und entwickelte auch selbst Unterrichtseinheiten. Seit seiner ersten öffentlichen Hölderlin-Rezitation im Jahr 1980 hat sich Michael Engelhardt intensiv mit dem Dichter beschäftigt, Hölderlin-Programme etwa am Theaterhaus Stuttgart, an der Fürst von Arenberg-Bühne in Mayschoss und auf der Jahrestagung der Hölderlin-Gesellschaft präsentiert und in den vergangenen drei Jahren seine zahlreichen Projekte zu Hölderlins 250. Geburtstag vorbereitet. So war er, gemeinsam mit Boris Previšić, an der Realisation des «Metrik-Labors» im neugestalteten Museum im Tübinger Hölderlinturm beteiligt und wirkt in Luzern an mehreren «komponierten Begegnungen» mit, in denen die Dichtung Hölderlins mit Werken Ludwig van Beethovens, des anderen grossen Jubilars dieses Jahres, in einen Dialog tritt. Mit Luzerner Schülerinnen und Schülern erarbeitet Michael Engelhardt zudem eine chorische Aufführung ausgewählter Lieder, Hymnen und Gesänge, und im stattkino präsentiert er die Hölderlin-Performance Sprache! Grosses Kino.

    Februar 2020

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    Stefan Wirth

    Der Pianist und Komponist Stefan Wirth wurde 1975 in Zü­rich geboren. Von 1994 bis 1998 studierte er am Konser­va­to­rium seiner Heimatstadt Klavier bei Hadassa Schwimmer sowie Lied­gestaltung bei Irwin Gage und war anschliessend in den USA Schüler von Stephen Drury (New England Conser­vatory, Boston) und Leonard Hokanson (Indiana University, Blooming­ton); ergän­zend besuch­te er Meis­terkurse von Maria Clodes Jaguaribe, Homero Francesch und Bruno Leonardo Gelber. Preisträger mehrerer Konkur­ren­zen – darun­ter die Kammer­mu­sik­wettbe­werbe des Kiwanis-Clubs Bern und in Thessaloniki –, konzertierte er als Solist u. a. mit dem Tschechischen und dem Berner Kammerorchester sowie mit dem Malaysian Philharmonic Orches­tra; als Liedbegleiter trat er mit Künstlern wie Christoph Hom­berger, Thomas Hampson oder Noëmi Nadelmann auf. Er gehört dem Gershwin Piano Quartet an und interpretiert als Mitglied des Collegium Novum Zürich wie auch als regelmässiger Gast beim Ensemble Con­tre­champs zeitgenössische Werke, die einen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit bilden. 1999 ermöglichte ein «Leonard Bernstein Fellowship» Stefan Wirth die Teilnahme an den Som­merkursen in Tangle­wood. Im folgenden Jahr studierte er an der Britten-Pears School in Alde­burgh (England) Kompo­sition bei Oliver Knussen und Colin Mat­thews. Im Rahmen der Organisa­tion «Pre-Art» unternimmt er regelmässig Konzert­reisen, bei denen er auch eigene Werke zur Aufführung bringt. Im Theater­bereich hat er mit Regisseuren wie Christoph Marthaler oder Frank Castorf zusammengearbeitet.

    Juli 2010
     

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