Opening Concert

La Voce Strumentale | Dmitry Sinkovsky | Julia Lezhneva

Geminiani | Vivaldi | Pergolesi

Sat, 17.03.19.30No. 18101

Hofkirche (Church of St. Leodegar)

sold out


Please book a wheelchair ticket under t +41 (0) 41 226 44 80 (10 a.m. to 5 p.m.)

Easter Festival

17.03.-25.03. 2018

 

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    17.

    Mar

    Saturday
    19.30

    Hofkirche (Church of St. Leodegar)

    Opening Concert

    La Voce Strumentale | Dmitry Sinkovsky | Julia Lezhneva

    Dmitry Sinkovsky  countertenor, violin, and musical direction
    Francesco Geminiani
    Concerto grosso No. 12 in D minor La Follia after Arcangelo Corelli
    Antonio Vivaldi (1678–1741)
    Cantata Cessate, omai cessate RV 684
    Motet In furore iustissimae irae RV 626
    Giovanni Battista Pergolesi (1710–1736)
    Stabat Mater in F minor

    The applause in Lucerne’s Hofkirche simply wouldn’t come to an end. It almost seemed as though the heavenly hosts themselves were joining in the jubilation: the debut of the young Russian Julia Lezhneva at Lucerne’s 2017 Easter Festival was a sensational success. “This soprano, who comes from the easternmost region of Russia, sang her breathtaking coloratura with a smile that became a kind of sparkling musical laughter in the Alleluia concluding the motet by Porpora,” wrote the Neue Zürcher Zeitung. And Lezhneva’s vocal art reminded the Luzerner Zeitung of “swirling billiard balls” and “glittering stars.” But a stunning surprise was provided by the evening’s conductor and violin soloist, Dmitry Sinkovsky, who also performed as countertenor, contributing striking echo effects. The Festival’s Director Michael Haefliger immediately announced a repeat engagement. And this time Sinkovsky will also have a prominent singing role: he will not only conduct but also sing the alto part in Pergolesi’s moving Stabat Mater.

    La Voce Strumentale

    Das Ensemble La Voce Strumentale, das nach den Erkenntnissen der Originalklangbewegung und auf historischen bzw. auf Streichinstrumenten mit Darmsaiten musiziert, wurde 2011 in Moskau von Dmitry Sinkovsky gegründet. Es vereint Virtuosen aus Russland und ganz Europa, die meistenteils Preisträger internationaler Wettbewerbe sind. Das Repertoire des Ensembles konzen-triert sich auf das 17. und das 18. Jahrhundert. Barocke Instrumentalwerke stehen ebenso auf den Programmen wie Vokalmusik aus dieser Zeit: Hier wären insbesondere Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Alessandro Scarlatti, Leonardo Leo und Antonio Caldara zu nennen. In Russland ist La Voce Strumentale regelmässig mit Konzerten im Bolschoi Theater, in der Moskauer Philharmonie, in St. Petersburg oder in Perm zu erleben. Mittlerweile tritt das Ensemble aber auch immer häufiger in Westeuropa auf: So gastierte es in den vergangenen Monaten in der Salle aux Grains in Toulouse, im portugiesischen Braga, in der Berliner Philharmonie, in der Liszt-Akademie in Budapest und im Auditorio Nacional in Madrid. Im Frühjahr 2015 veröffentlichte La Voce Strumentale seine erste CD: u. a. mit Vivaldis Vier Jahreszeiten sowie seiner Kantate Cessate, omai cessate; Solist als Geiger und Countertenor ist Dmitry Sinkovsky. – Als Lautenist stösst im heutigen Konzert Luca Pianca zum Ensemble. 1958 in Lugano geboren, studierte er am Salzburger Mozarteum bei Nikolaus Harnoncourt, der ihn ab 1982 regelmässig für Konzerte mit seinem Concentus Musicus Wien verpflichtete. 1985 gründete Pianca mit Giovanni Antonini Il Giardino Armonico. Gemeinsam mit dem Gambisten Vittorio Ghielmi bildet er ein Duo. Für seine CDs erhielt er allein fünfmal den «Diapason dʼOr», viermal den «Choc» von Le Monde de la Musique und ausserdem den «Gramophone Award» sowie den «Preis der deutschen Schallplattenkritik». 

    Februar 2017

    Other dates

    Dmitry Sinkovsky

    Der 1980 in Moskau geborene Geiger, Dirigent und Countertenor Dmitry Sinkovsky studierte zunächst das klassische Violinspiel bei Alexander Kirov am Konservatorium seiner Heimatstadt und bildete sich anschliessend bei Maria Leonhardt in der Spezialdisziplin der Barockvioline fort. 2008 gewann er den Ersten Preis sowie den Publikums- und den Medienpreis bei der Konkurrenz «Musica Antiqua» in Brügge, 2009 den Romanus-Weichlein-Preis beim Biber-Wettbewerb und 2011 den Ersten Preis beim Telemann-Wettbewerb in Magdeburg. Als Konzertmeister leitete er bald Ensembles wie das Concerto Köln, Il Pomo d’Oro, das Helsinki Baroque Orchestra, Il Giardino Armonico, die Accademia Bizantina, B’Rock und das Australian Brandenburg Orchestra. 2011 gründete er seine eigene Formation La Voce Strumentale, von 2012 bis 2015 war er ständiger Gastdirigent bei Il Complesso Barocco und leitete dort u. a. eine grosse Tournee mit Joyce DiDonato und dem Projekt Drama Queens durch Europa, die USA und Asien. Parallel zu seiner internationalen Karriere als Violinvirtuose liess Dmitry Sinkovsky auch seine Stimme als Countertenor ausbilden: durch Unterricht bei Michael Chance in Den Haag, Marie Daveluy in Montreal und Jana Ivanilova in Moskau. Mittlerweile hat er sich in diesem Fach ein breites Repertoire mit Händel-Partien wie dem Rinaldo, Arsace, Bertarido oder Giulio Cesare erarbeitet, aber auch Glucks Orfeo, die Bach-Passionen sowie Kantaten von Vivaldi, Leonardo Leo und Alessandro Scarlatti. 2012 legte Sinkovsky seine Deutung von Bibers Rosenkranzsonaten auf CD vor, 2013 folgten Vivaldi-Violinkonzerte, für die er mit dem «Diapason d’Or» ausgezeichnet wurde, und 2015 schliesslich eine weitere Vivaldi-Aufnahme, die ihn als Geiger und Countertenor präsentiert. Dmitry Sinkovsky spielt eine Violine von Francesco Ruggeri aus dem Jahr 1675.

    Februar 2017

    Other dates

    Julia Lezhneva

    Die russische Sopranistin Julia Lezhneva wurde 1989 als Tochter zweier Geophysiker auf der Insel Sachalin nördlich von Japan geboren. Ihre Gesangsausbildung absolvierte sie in Moskau, zunächst an der Gretschaninow-Musikschule und dann am dortigen Konservatorium, wo sie das Studium 2008 mit dem Diplom abschloss. Bis 2010 vervollkommnete sie ihre Fertigkeiten noch bei Dennis O’Neill an der Cardiff International Academy of Voice und bei Yvonne Kenny an der Londoner Guildhall School. Ausserdem besuchte sie Meisterklassen u. a. bei Elena Obraztsova, Alberto Zedda und Thomas Quast-hoff. Bereits als 17-Jährige konnte Julia Lezhneva die «Elena Obraztsova International Competition» gewinnen, 2009 ging sie als Siegerin aus dem Mirjam-Helin-Wettbewerb in Helsinki hervor, 2010 aus dem «Concours international de chant lyrique» in Paris. Rasch sorgte sie danach in der Opernszene für Aufsehen: Für ihr Debut am Brüsseler Théâtre Royal de la Monnaie in Meyerbeers Hugenotten wurde sie 2011 in der Jahresumfrage des Magazins Opernwelt sogleich zur «Nachwuchssängerin des Jahres» gekürt. Marc Minkowski verpflichtete sie als Fiordiligi für eine Aufführungsserie von Mozarts Così fan tutte, die Salzburger Festspiele luden sie 2012 für Händels Tamerlano ein. 2015 gab sie als Zerlina in Mozarts Don Giovanni ihren Einstand am Londoner Royal Opera House, 2016 war sie als Desdemona in Rossinis Otello am Gran Teatre del Liceu in Barcelona zu Gast. Julia Lezhneva arbeitet regelmässig mit dem Ensemble Il Giardino Armonico und Giovanni Antonini zusammen, mit denen sie auch das Album Alleluia und ihre jüngste CD mit Werken von Händel eingespielt hat. Weitere Partner am Dirigentenpult sind Ivor Bolton, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Konrad Junghänel, Sir Antonio Pappano und Franz Welser-Möst. Julia Lezhneva wurde mit dem «Echo Klassik», dem «Diapason d’Or» und dem «ICMA Award» ausgezeichnet.

    Februar 2017

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    None