Hommage à Claudio Abbado

Karajan Academy of the Berlin Philharmonic | Stanley Dodds | soloists

Rihm | Schumann | Žuraj

Sun, 26.11.11.00No. 17512

KKL Luzern, Lucerne Hall

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CHF 50


Please book a wheelchair ticket under t +41 (0) 41 226 44 80 (10 a.m. to 5 p.m.)

Piano-Festival

18.11.-26.11. 2017

 

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    26.

    Nov

    Sunday
    11.00

    KKL Luzern, Lucerne Hall

    Hommage à Claudio Abbado

    Karajan Academy of the Berlin Philharmonic | Stanley Dodds | soloists

    Stanley Dodds  conductor
    Rinnat Moriah  soprano
    Wolfgang Rihm (*1952)
    Chiffre II “Silence to be beaten” for 14 players
    Mnemosyne for high soprano and ensemble
    Robert Schumann (1810–1856)
    Piano Quintet in E-flat major, Op. 44
    Vito Žuraj
    Alavò for soprano, piano, and groups of instruments
    Swiss premiere

    The late Claudio Abbado, who died in 2014, left his mark on LUCERNE FESTIVAL like no other conductor. But in Berlin as well, where he helmed the Philharmonic from 1989 to 2002, his work set standards and continues to bear fruit today. To acknowledge Abbado’s commitment to contemporary music, the Karajan Academy of the Berlin Philharmonic has been offering the Claudio Abbado Composition Prize since 2006: in 2016 the recipient was Vito Žuraj, a Slovene born in 1979. The prize also entailed a commission to compose a new ensemble work for the Academy students. For this institution also continues to benefit from Abbado’s legacy, as he bequeathed the assets of his Music Foundation to the Academy. Žuraj’s Alavò, which will receive its world premiere at the beginning of November 2017 in Berlin, is the main work on this matinee featuring the soprano Rinnat Moriah and the French pianist Jean-Frédéric Neuburger. The concert begins with two works by Žuraj’s teacher Wolfgang Rihm, the director of the LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. And in the middle things will become quite romantic with Schumann’s superb Piano Quintet.

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    Karajan Academy of the Berlin Philharmonic

    Die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker wurde 1972 von ihrem heutigen Namenspatron Herbert von Karajan gegründet, der damit ein neues Ausbildungskonzept initiierte. Hochbegabte Nachwuchsmusikerinnen und -musiker erhalten hier über ein Stipendium die Gelegenheit, sich auf ihren künftigen Beruf vorzubereiten: durch intensiven Unterricht bei Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und durch die Mitwirkung bei Konzerten des Orchesters, dessen Repertoire, Klangideal und Philosophie sie auf diesem Wege verinnerlichen. «Lernen von den Profis» – so lautet seither das Motto der Akademie, die von privaten Förderern finanziert wird. Dabei widmen sich die Stipendiaten auch rege der Kammermusik und gestalten einen jährlichen Konzertzyklus im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. In der Saison 2017/18 arbeiten sie u. a. mit Reinhard Goebel, Pekka Kuusisto, Marc Minkowski, Mark Padmore und Matthias Pintscher zusammen und werden bei den Osterfestspielen Baden-Baden mit Mozarts La finta giardiniera zu erleben sein. Die Karajan-Akademie hat sich als grosse Erfolgsgeschichte erwiesen: Heute rekrutiert sich bereits ein Drittel der Berliner Philharmoniker aus dem Reservoir dieses Ausbildungsinstituts. Stipendiaten der Akademie spielen aber auch in anderen berühmten Orchestern, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das London Symphony Orchestra, die Staatskapelle Berlin, die Wiener und die Münchner Philharmoniker sowie das Orchestre philharmonique de Radio France. Zu Ehren von Claudio Abbado, der das Vermögen seiner Musikstiftung der Akademie vermacht hat, vergibt sie den Claudio-Abbado-Musikpreis, der 2017 an Vito Žuraj ging.

    November 2017

    Stanley Dodds

    Der Geiger und Dirigent Stanley Dodds, 1970 im kanadischen Edmonton geboren, wuchs in Australien auf, wo er im Alter von vier Jahren seinen ersten Violin- und Klavierunterricht erhielt. Als 15-Jähriger zog er nach Europa, um seine Ausbildung am Musikgymnasium und am Brucknerkonservatorium in Linz fortzusetzen. Danach studierte er Violine und Dirigieren an der Hochschule Luzern – Musik und absolvierte 1993/94 die Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker, die ihn anschliessend fest engagierten. Bis heute ist er Mitglied dieses Orchesters, für das er auch als Medienvorstand tätig ist, mit einer Zuständigkeit für Medienrechte und die Entwicklung von digitalen Plattformen. Als Dirigent wurde Stanley Dodds vor allem von Jorma Panula geprägt, bei dem er zahlreiche Kurse absolvierte. Auch von Claudio Abbado und Sir Simon Rattle, dem er mehrfach assistierte, erhielt er wichtige Impulse. Er dirigiert verschiedene Ensembles und Kammerorchester aus den Reihen der Berliner Philharmoniker und arbeitet dabei mit prominenten Solisten wie Christine Schäfer, Anna Prohaska, Katarina Karnéus oder Michael Nagy zusammen. Vor allem aber ist Dodds seit 2014 Chefdirigent des Sinfonie Orchesters Berlin, mit dem er einen jährlichen Konzertzyklus in der Philharmonie durchführt. 2017/18 steht die Aufführung aller Beethoven-Sinfonien, -Konzerte und -Ouvertüren auf dem Programm. Als Gast leitete er das Australian World Orchestra, das Melbourne, das Canberra und das Tasmanian Symphony Orchestra, das Sendai Philharmonic und das Beijing Symphony Orchestra, das Istanbul State Symphony Orchestra, das Orchestre Philharmonique du Luxembourg, die Hamburger Symphoniker und das Orchestra I Pomeriggi Musicali in Mailand. Besonders am Herzen liegt ihm die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Amateuren, mit denen er regelmässig Konzertprojekte durchführt

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 29. August 1993 unter Rudolf Baumgartner mit Vivaldis Konzert für vier Violinen RV 550.

    November 2017

    Rinnat Moriah

    Die israelische Sopranistin Rinnat Moriah absolvierte ihr Gesangsstudium am Curtis Institute of Music in Philadelphia und sammelte wichtige Bühnenpraxis von 2009 bis 2011 als Stipendiatin im Opernstudio der Staatsoper Berlin. 2012 debutierte sie als Brigitta in Tschaikowskys Jolanthe am Theater an der Wien und gab als Waldvogel in Wagners Siegfried ihren Einstand an der Mailänder Scala. Von 2013 bis Sommer 2017 war Rinnat Moriah Ensemblemitglied am Heidelberger Theater, wo sie sich ein breites Repertoire im Koloraturfach erarbeiten konnte: mit Rollen wie der Blonde in Mozarts Entführung aus dem Serail, der Adele in Johann Strauss’ Fledermaus, der Violetta Valéry in Verdis La traviata oder dem Oscar in Verdis Maskenball. Als Interpretin Alter Musik war sie mit Porporas Polifemo, Traettas Ifigenia in Tauride und als Titelheldin in Leonardo Vincis Didone abbandonata bei den Händel-Festspielen in Halle zu erleben; bei «Winter in Schwetzingen» sang sie die Partien der Teti und der Fortuna in Jommellis Fetonte. Auf dem Konzertpodium interpretierte Rinnat Moriah Bergs Lulu-Suite (unter der Leitung von Daniel Barenboim), Orffs Carmina Burana, Poulencs und Vivaldis Gloria-Vertonungen, Pergolesis Stabat Mater und Mozarts Requiem. Nicht zuletzt hat sie sich einen Namen im Bereich der zeitgenössischen Musik gemacht: Zu ihrem Repertoire zählen auch Werke von Elliott Carter, Sofia Gubaidulina, Dominick Argento, Luciano Be-rio und Jacob Druckman; Georg Katzer komponierte für sie Das kleine Latinum. 2017 trat Rinnat Moriah erstmals mit dem Israel Philharmonic Orchestra auf, als Susanna bei einer konzertanten Vorstellung von Mozarts Le nozze di Figaro. In der Elbphilharmonie brachte sie Vito Žurajs La femme 100 têtes zur Aufführung, bei den Osterfestspielen Baden-Baden sang sie Werke von Berio und Webern.

    November 2017

    Jean-Frédéric Neuburger

    Der 1986 in Paris geborene Pianist und Komponist Jean-Frédéric Neuburger wurde bereits als Dreizehnjähriger an das Conservatoire seiner Heimatstadt aufgenommen, wo er in den Fächern Klavier und Kammermusik von Jean-François Heisser, Jean Koerner, Itamar Golan und Christian Ivaldi ausgebildet wurde. Dort graduierte er mit fünf Ersten Preisen und wechselte anschliessend an das Conservatoire de Musique de Genève, um bei Michael Jarrell Komposition zu studieren. 2004 ging Neuburger als mehrfacher Preisträger aus dem «Concours Long Thibaud» hervor, 2006 gewann er die renommierten «Young Concert Artists Auditions» in New York – eine Auszeichnung, die ihm zahlreiche Auftritte in den Vereinigten Staaten einbrachte, darunter auch ein Konzert mit den New Yorker Philharmonikern unter Leitung von Lorin Maazel. Seither hat Jean-Frédéric Neuburger als Pianist auch mit dem San Francisco Symphony, dem Philadelphia Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre philharmonique de Radio France und dem NHK Symphony Orchestra zusammengearbeitet. Er war Gast bei den Festivals von Verbier, La Roque d’Anthéron und Montpellier, spielte bei den «Folles Journées de Nantes» sowie beim Klavier-Festival Ruhr und trat im Pariser Louvre und im Londoner King’s Palace auf. Ein Schwerpunkt seines Repertoires gilt der zeitgenössischen Musik: Neuburger arbeitete noch mit Pierre Boulez zusammen und brachte Werke von Philippe Manoury, Bruno Mantovani und Philipp Maintz zur Uraufführung. Als Komponist erhielt er Aufträge vom Boston Symphony Orchestra, von Radio France und vom Evian Festival; das Israel Philharmonic unter Christoph von Dohnányi spielte unlängst seine Tondichtung Aube. 2010 erhielt Jean-Frédéric Neuburger den «Prix Lili et Nadia Boulanger» der Académie des Beaux-Arts, 2015 wurde ihm der «Prix Hervé Dugardin de la Sacem» verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. November 2010 mit Werken von Bach, Liszt, Messiaen, Ravel und einer eigenen Komposition.

    November 2017

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