Modern 2

Estelle Costanzo | Sofiia Suldina

Holliger | Jarrell | Saariaho | Poppe u.a.

Sat, 03.09.16.00No. 16335

Lukaskirche

Vergangenes Konzert


Please book a wheelchair ticket under t +41 (0) 41 226 44 80 (10 a.m. to 5 p.m.)

Summer Festival

12.08.-11.09. 2016

 

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    03.

    Sep

    Saturday
    16.00

    Lukaskirche

    Modern 2

    Estelle Costanzo | Sofiia Suldina

    Winners of the Concours Nicati 2015:

    Heinz Holliger (*1939)
    Präludium, Arioso und Passacaglia for harp
    Michael Jarrell (*1958)
    Offrande for harp
    Kaija Saariaho (*1952)
    Fall for harp und live electronics
    Helena Winkelman (*1974)
    new work for violin and harp
    world premiere
    Franco Donatoni
    Argot for solo violin
    Enno Poppe (*1969)
    Haare for solo violin
    Cyrill Lim
    new work for violin, harp, and live electronics
    world premiere | commissioned by the Association Concours Nicati
    Bowing vs. plucking: the violin and harp are both string instruments, to be sure, yet they open the door to utterly different soundscapes. The ways in which these have been expanded over the past forty years will be demonstrated by Sofiia Suldina and Estelle Costanzo, the winners of the 2015 Concours Nicati, which is the most prestigious Swiss competition for the performance of contemporary music. In Offrande Michael Jarrell has devised such unusual playing techniques as glissandi using the tuning key and producing sound with the fingernails. In his violin solo, meanwhile, Enno Poppe will focus on the materiality of the violin bow. More precisely: on the eponymous bow hair. Ending the program is a new work by the composer and performance artist Cyrill Lim, which transforms during the performance into an installational work.

    Estelle Costanzo

    Die Harfenistin Estelle Costanzo wurde 1985 in Turin geboren. Sie studierte zunächst am Konservatorium ihrer Heimatstadt bei Gabriella Bosio, wechselte dann zu Chantal Mathieu an die Haute École de Musique nach Lausanne und anschliessend zu Sarah O’Brien an die Basler Musikhochschule. Nach ihrem Konzertdiplom in Lausanne absolvierte sie in Basel die Masterstudiengänge für Musikpädagogik und für spezialisierte musikalische Performance. Weitere wichtige Anregungen erhielt sie in Meisterkursen von Marie-Pierre Langlamet, Anne Lavoisier und Brigitte Sylvestre sowie im Sommer 2013 als Teilnehmerin der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. Momentan bildet sie sich am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique bei Frédérique Cambreling fort. Estelle Costanzo war Stipendiatin der Cassa di Risparmio di Torino, der Fondation Nicati-de Luze und der Irène Dénéréaz-Stiftung und wurde mehrfach ausgezeichnet: 2012 als einzige Preisträgerin beim Internationalen Harfenwettbewerb «Valentino Bucchi» in Rom, 2015 mit dem Zweiten Preis beim Concours Nicati. Sie ist Gründungsmitglied der auf zeitgenössische Musik spezialisierten Ensembles neuverBand und Too hot too hoot. Zudem gestaltet sie regelmässig interdisziplinäre Projekte, so am Theater Basel und mit dem ensemble viceversa, das sie gemeinsam mit Claudia Vonmoos ins Leben gerufen hat. 2014 wirkte sie bei LUCERNE FESTIVAL an der Young Performance-Produktion HEROÏCA mit, die auf Tournee durch mehrere Schweizer Städte ging und mit dem «Junge Ohren Preis» ausgezeichnet wurde. Estelle Costanzo hat Werke von Komponisten wie Georg Friedrich Haas oder Stefano Gervasoni uraufgeführt und in Klangkörpern wie dem Berner Sinfonieorchester oder dem Orquesta Filarmónica de Bogotà, dem Ensemble intercontemporain, der sinfonietta basel oder dem Ensemble Phœnix Basel musiziert. Sie unterrichtet Harfe an der Jugendmusikschule Männedorf und an der Musikschule Knonauer Amt.

    August 2016

    Other dates

    Sofiia Suldina

    Wichtige Erfahrungen als Solistin und in Ensembles sammelte die aus der Ukraine stammende Geigerin Sofiia Suldina bereits während des Studiums in ihrem Heimatland. So arbeitete sie u. a. mit Komponisten wie Valentin Silvestrov oder Sergej Pilyutikov zusammen und brachte mehrere Werke zur Uraufführung. Um sich künstlerisch weiterzuentwickeln, zog sie im Frühjahr 2012 in die Schweiz und wechselte in die Klasse von Sebastian Hamann an die Hochschule Luzern – Musik, wo sie im Januar 2015 ihren Master machte. Seither vertieft sie ihre Ausbildung im Luzerner Masterstudiengang «Interpretation of Contemporary Music»; zudem ist sie Konzertmeisterin der Jungen Philharmonie Zentralschweiz, des Orchesters der Hochschule. Im September 2015 gewann Sofiia Suldina den Ersten Preis beim Concours Nicati, dem bedeutendsten Interpretationswettbewerb für zeitgenössische Musik in der Schweiz. Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit gilt der Musik unserer Zeit: So nahm sie in den Jahren 2013 bis 2015 aktiv an der Akademie für zeitgenössische Musik der Hochschule Luzern – Musik teil, wo sie den Komponisten Oscar Bianchi kennenlernte, mit dem sie seither eng zusammenarbeitet. Im September 2015 wurde sie zum Buenos Aires International Theater Festival eingeladen, um das von Bianchi und Constanza Macras entwickelte Tanztheater The Past zur Aufführung zu bringen. Als Kammermusikerin und Solistin tritt Sofiia Suldina überdies regelmässig bei Festivals und mit unterschiedlichen Projekten in der Schweiz, aber auch in anderen europäischen Ländern und in Südamerika auf. 2013 wirkte sie etwa bei Ansichten einer Reise mit, einer Produktion des Luzerner Theaters zum Mythos der Odyssee, 2013 und 2014 war sie bei LUCERNE FESTIVAL in Portraitkonzerten für Chaya Czernowin und Unsuk Chin zu erleben, und im Januar 2014 gastierte sie mit dem Ensemble Nostri Temporis beim Festival ensembl[:E:]uropa in Köln. Sofiia Suldina ist seit 2016 Stipendiatin der Fondation Irène Dénéréaz und der Fondation Nicati-de Luze.

    August 2016

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