Ensemble Phœnix Basel

Das Ensemble Phœnix Basel ist ein variabler Klangkörper für zeitgenössische Musik, dessen Besetzung von drei bis dreissig Musikern variieren kann. Gegründet wurde es 1998 vom Dirigenten und Pianisten Jürg Henneberger zusammen mit dem Flötisten Christoph Bösch und dem Schlagzeuger Daniel Buess. Konzertreisen führten das Ensemble in den vergangenen Jahren ins europäische Ausland – so zur Biennale di Venezia, zum «Warschauer Herbst», zu den «Bludenzer Tagen zeitgemässer Musik» und den «Klangspuren Schwaz» –, aber auch zum «BEAMS Electronic Music Marathon» nach Boston, zum «Festival del Centro histórico» nach Mexiko, nach China, ans Teatro Colón nach Buenos Aires sowie im Rahmen des Festivals «culturescapes» in die Türkei und ins Baltikum. Seit 2002 ist das Ensemble Phœnix «in-residence» am Basler Kulturbahnhof Gare du Nord, wo es einen jährlichen Konzertzyklus gestaltet. Es prägt das kulturelle Geschehen seiner Heimatstadt zudem durch regelmässige Partnerschaften etwa mit der IGNM Basel und der Musik-Akademie Basel. Ein wichtiges Anliegen ist den Ensemblemitgliedern die Förderung junger Komponistinnen und Komponisten durch Werkaufträge und Uraufführungen; auch gestalten sie jeweils das «Schlusskonzert Komposition» der Hochschule für Musik Basel. Darüber hinaus erproben sie neue Formen der Zusammenarbeit, sei es die gemeinsame, improvisierende Erarbeitung einzelner Werke oder ganzer Konzerte mit Komponisten und Musikern aus Bereichen wie Noise, Soundart oder Electronica, seien es spartenübergreifende Projekte mit Künstlern wie John Duncan, Jérôme Noetinger, Kasper T. Toeplitz oder Z’EV. Das Ensemble Phœnix Basel wurde 2003 mit dem Thies Knauf-Ensemblepreis für Neue Musik und dem Europäischen Kulturpreis der Stiftung Pro Europa sowie 2004 und 2006 mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet und 2014 für den ersten «Schweizer Musikpreis» des Bundesamtes für Kultur nominiert.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 15. September 2001 mit Werken von Andrea Scartazzini, Philippe Racine und Jacques Wildberger.

August 2016