Wiener Philharmoniker 2

Wiener Philharmoniker | Herbert Blomstedt

Schubert | Brahms

Fr, 10.09. | 19.30 Uhr | Nr. 211336

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 320 220 150 40


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Franz Schubert (1797–1828)
    Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 Unvollendete
    Johannes Brahms (1833–1897)
    Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

    «Man muss sich selbst verändern», erklärte Herbert Blomstedt vergangenen Sommer im Festival-Podcast «Happy Hour»: Was für ein bemerkenswertes Motto für einen 93-Jährigen! Vielleicht aber liegt genau darin der Schlüssel dafür, dass er so jugendfrisch geblieben ist und eine ungebrochene Vitalität ausstrahlt. Kein Wunder, dass Blom-stedt den Corona-Lockdown für Entdeckungen nutzte und gleich acht neue Partituren einstudierte. Aber auch das vermeintlich bekannte Repertoire hat er sich wieder vorgenommen: etwa Franz Schuberts aufwühlende Unvollendete, die der Komponist nach nur zwei Sätzen, wie sie allerdings vollendeter nicht sein könnten, abbrach. Mit den Wiener Philharmonikern wird Blomstedt nun seine neuesten Erkenntnisse präsentieren. Im zweiten Teil widmet er sich der Vierten Brahms, deren innige Melodien ihm «wie eine musikalische Umarmung» vorkommen, aber «ohne jede Sentimentalität». Das Passacaglia-Finale hält er für «ein ganz starkes Stück: sehr bewegend, reichhaltig und neuartig, doch schwer zu gestalten». Dass es ihm meisterhaft gelingen wird, steht ausser Frage.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Wiener Philharmoniker

    Die 1842 gegründeten Wiener Philharmoniker setzen sich aus Musiker*innen zusammen, die mindestens drei Jahre im Orchester der Wiener Staatsoper gespielt haben. Sie bilden einen Privatverein, der demokratisch organisiert ist: Alle künstlerischen und orga-
    nisatorischen Entscheidungen werden ei-genverantwortlich von der Hauptversammlung getroffen. Die Philharmoniker können auf eine ruhmreiche Geschichte zurückblicken: Im Jahr 1877 trat das Orchester beim Salzburger Musikfest erstmals ausserhalb Wiens auf, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgte unter Gustav Mahler das erste Auslandsgastspiel. Neben Mahler haben auch Wagner, Verdi, Bruckner, Brahms und Richard Strauss am Pult der Philharmoniker gewirkt; Hans Richter, Felix Weingartner, Wilhelm Furtwängler und Clemens Krauss zählten zu den Musikalischen Leitern. Seit 1933 setzt das Orchester auf die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen herausragenden Künstlerpersönlichkeiten, wobei vor allem Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein wichtige Kapitel beisteuerten. Im Laufe ihres Bestehens haben die «Wiener» über 9.000 Konzerte bestritten. Seit 1922 nehmen sie an den Salzburger Festspielen teil, seit 1957 an Lucerne Festival. Überdies sind sie ständiger Gast der Salzburger Mozartwoche und gestalten eigene Konzertzyklen in New York und Japan. Saisonhöhepunkte bilden das weltweit übertragene Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert Schönbrunn. In der 2018 gegründeten Orchesterakademie wird eine neue Philharmoniker-Generation ausgebildet. Exklusiver Partner der Wiener Philharmoniker ist Rolex.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1957 mit Werken von Schumann, Barber und Beethoven.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.wienerphilharmoniker.at.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Herbert Blomstedt

    1927 im amerikanischen Springfield (Massachusetts) als Sohn schwedischer Eltern geboren, erhielt Herbert Blomstedt seine musikalische Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Stockholm, an der Universität Uppsala und an der New Yorker Juilliard School of Music. Anschliessend bildete er sich bei Igor Markevitch in Salzburg und bei Leonard Bernstein in Tanglewood weiter. Im Februar 1954 debutierte Blomstedt am Pult des Stockholmer Philharmonischen Orchesters und leitete später als Chefdirigent so bedeutende skandinavische Klangkörper wie die Osloer Philharmoniker (1962–68) oder das Dänische (1968–77) und das Schwedische Radio-Sinfonieorchester (1977–82). Von 1975 bis 1985 stand er überdies an der Spitze der Staatskapelle Dresden. 1985 wurde Herbert Blomstedt zum Music Director des San Francisco Symphony gewählt, dem er zehn Jahre lang verbunden blieb und mit dem er zahlreiche Europatourneen absolvierte. Von 1996 bis 1998 wirkte er als Chef des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg, von 1998 bis 2005 leitete er das Gewandhausorchester Leipzig, das ihn danach zum Ehrendirigenten ernannte. Als Gast arbeitet Blomstedt bei den führenden Orchestern Europas und Nordamerikas und ist auch als Mittneunziger noch international aktiv. So dirigierte er 2020/21 die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bamberger Symphoniker, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Gewandhausorchester Leipzig, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und das Danish National Symphony Orchestra. Er ist ein gewähltes Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie und mehrfacher Ehrendoktor. Blomstedt, dessen Interpretationen analytische Präzision mit musikalischer Beseeltheit verbinden und der auch wegen seiner Bescheidenheit und seines Ethos höchstes Ansehen geniesst, erhielt 2016 den Léonie-Sonning-Musikpreis. Zu seinem 90. Geburtstag im Jahr 2017 erschien unter dem Titel Mission Musik ein Gesprächsband mit ihm.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 24. August 1979 am Pult der Staatskapelle Dresden mit Werken von Respighi und Bruckner.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Konzerteinführung | 18.30 | KKL Luzern, Auditorium 
    mit Susanne Stähr

    Das Auditorium öffnet 30 Minuten vor dem Beginn der Einführung. Aufgrund der aktuellen Situation sowie der Vorgaben der Covid-Verordnung des Bundes ist die Zahl der Sitzplätze eingeschränkt.

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