Wiener Philharmoniker 1

Wiener Philharmoniker | Herbert Blomstedt

Bruckner

Do, 09.09. | 19.30 Uhr | Nr. 211335

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 320 220 150 40


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Wiener Philharmoniker 1

    Wiener Philharmoniker | Herbert Blomstedt

    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 4 Es-Dur WAB 104 Romantische

    Dass Bruckner unentwegt und alles zählte, hört man auch seiner Vierten Sinfonie an. Allein der Rhythmus der kurzen Rufformel, die das Horn zu Anfang intoniert, erklingt innerhalb der ersten Minute schon 16 Mal! «Aber das ist nicht wie das Wummern der Bässe in der Rockmusik, wo man über drei oder fünf Minuten nur bum, bum, bum hört», sagt Herbert Blomstedt. «Die Harmonien, die Bruckner dazu verwendet, wechseln nämlich ständig und schaffen eine Landschaft. Man fühlt sich wie ein Tourist in den Alpen, der ständig neue Perspektiven, Ausblicke und Überraschungen entdeckt. Es ist also nie langweilig, man schaut immer in andere Richtungen.» Mit den Wiener Philharmonikern, denen er eng verbunden ist, seitdem er 2011 als 83-Jähriger bei ihnen debutierte, wird Blomstedt Bruckners Romantischer noch manches Geheimnis entlocken. Er wird hörbar machen, warum diese Musik mit ihren Vogelrufen und ihren Waldesidyllen so wunderschön ist. Und wird im Finale die typisch Bruckner’schen Ingredienzien – weihevolle Streichertremoli, Choralweisen und Hörnerschall – zu einer überwältigenden Apotheose führen.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Wiener Philharmoniker

    Die 1842 gegründeten Wiener Philharmoniker setzen sich aus Musiker*innen zusammen, die mindestens drei Jahre im Orchester der Wiener Staatsoper gespielt haben. Sie bilden einen Privatverein, der demokratisch organisiert ist: Alle künstlerischen und orga-
    nisatorischen Entscheidungen werden ei-genverantwortlich von der Hauptversammlung getroffen. Die Philharmoniker können auf eine ruhmreiche Geschichte zurückblicken: Im Jahr 1877 trat das Orchester beim Salzburger Musikfest erstmals ausserhalb Wiens auf, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgte unter Gustav Mahler das erste Auslandsgastspiel. Neben Mahler haben auch Wagner, Verdi, Bruckner, Brahms und Richard Strauss am Pult der Philharmoniker gewirkt; Hans Richter, Felix Weingartner, Wilhelm Furtwängler und Clemens Krauss zählten zu den Musikalischen Leitern. Seit 1933 setzt das Orchester auf die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen herausragenden Künstlerpersönlichkeiten, wobei vor allem Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein wichtige Kapitel beisteuerten. Im Laufe ihres Bestehens haben die «Wiener» über 9.000 Konzerte bestritten. Seit 1922 nehmen sie an den Salzburger Festspielen teil, seit 1957 an Lucerne Festival. Überdies sind sie ständiger Gast der Salzburger Mozartwoche und gestalten eigene Konzertzyklen in New York und Japan. Saisonhöhepunkte bilden das weltweit übertragene Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert Schönbrunn. In der 2018 gegründeten Orchesterakademie wird eine neue Philharmoniker-Generation ausgebildet. Exklusiver Partner der Wiener Philharmoniker ist Rolex.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1957 mit Werken von Schumann, Barber und Beethoven.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.wienerphilharmoniker.at.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Herbert Blomstedt

    1927 im amerikanischen Springfield (Massachusetts) als Sohn schwedischer Eltern geboren, erhielt Herbert Blomstedt seine musikalische Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Stockholm, an der Universität Uppsala und an der New Yorker Juilliard School of Music. Anschliessend bildete er sich bei Igor Markevitch in Salzburg und bei Leonard Bernstein in Tanglewood weiter. Im Februar 1954 debutierte Blomstedt am Pult des Stockholmer Philharmonischen Orchesters und leitete später als Chefdirigent so bedeutende skandinavische Klangkörper wie die Osloer Philharmoniker (1962–68) oder das Dänische (1968–77) und das Schwedische Radio-Sinfonieorchester (1977–82). Von 1975 bis 1985 stand er überdies an der Spitze der Staatskapelle Dresden. 1985 wurde Herbert Blomstedt zum Music Director des San Francisco Symphony gewählt, dem er zehn Jahre lang verbunden blieb und mit dem er zahlreiche Europatourneen absolvierte. Von 1996 bis 1998 wirkte er als Chef des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg, von 1998 bis 2005 leitete er das Gewandhausorchester Leipzig, das ihn danach zum Ehrendirigenten ernannte. Als Gast arbeitet Blomstedt bei den führenden Orchestern Europas und Nordamerikas und ist auch als Mittneunziger noch international aktiv. So dirigierte er 2020/21 die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bamberger Symphoniker, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Gewandhausorchester Leipzig, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und das Danish National Symphony Orchestra. Er ist ein gewähltes Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie und mehrfacher Ehrendoktor. Blomstedt, dessen Interpretationen analytische Präzision mit musikalischer Beseeltheit verbinden und der auch wegen seiner Bescheidenheit und seines Ethos höchstes Ansehen geniesst, erhielt 2016 den Léonie-Sonning-Musikpreis. Zu seinem 90. Geburtstag im Jahr 2017 erschien unter dem Titel Mission Musik ein Gesprächsband mit ihm.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 24. August 1979 am Pult der Staatskapelle Dresden mit Werken von Respighi und Bruckner.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Konzerteinführung | 18.30 | KKL Luzern, Auditorium 
    mit Susanne Stähr

    Das Auditorium öffnet 30 Minuten vor dem Beginn der Einführung. Aufgrund der aktuellen Situation sowie der Vorgaben der Covid-Verordnung des Bundes ist die Zahl der Sitzplätze eingeschränkt.

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