Sinfoniekonzert 23

Wiener Philharmoniker | Gustavo Dudamel

Beethoven | Prokofjew

So, 06.09. | 18.30 Uhr | Nr. 20350

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 320 270 220 150 80 40


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

14.08.-13.09. 2020

 

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    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
    Sergej Prokofjew (1891–1953)
    Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100

    Mit seiner Fünften Sinfonie, die 1944 entstand, mitten im Zweiten Weltkrieg mit seinen Abermillionen von Toten, wollte Sergej Prokofjew ein Lied auf den freien und glücklichen Menschen anstimmen. Dazu erfand er Melodien im Stil der «Neuen Einfachheit», die aus dem Geist des russischen Volkslieds erdacht sind, und entwarf ein sinfonisches Panorama von epischer Weite, mit gewaltigen Steigerungskurven. Ausserdem krönte er das Ganze mit einem Hauptthema im Finale, das wie der Inbegriff von Freude erscheint und sich über einer pulsierenden Begleitung in die Höhe schwingt. Kein Zufall, dass Gustavo Dudamel und die Wiener Philharmoniker gerade dieses Werk als Akzent zum diesjährigen Festivalthema ausgewählt haben. Aber natürlich kann Ludwig van Beethoven da locker mithalten, mit seiner Zweiten Sinfonie, die einerseits den Elan der französischen Revolutionsmusik aufgreift und rhythmisch mit schrägen Gegenakzenten aufwartet, andererseits aber im anmutigen langsamen Satz ein Idyll von strömendem Melos präsentiert, das Hector Berlioz wie eine «entzückende Schilderung unschuldigen Glücks» vorkam.

    Wiener Philharmoniker

    Am 28. März 1842 gaben die Mitglieder des k.u.k. Hoforchesters unter der Leitung von Otto Nicolai im Grossen Redoutensaal ein Konzert, das die Geburtsstunde der Wiener Philharmoniker markiert. Bis heute gelten die seinerzeit festgelegten Prinzipien: Danach können zum einen nur Musiker, die im Orchester der Wiener Staatsoper (der damaligen Hofoper) engagiert sind, aufgenommen werden. Zum anderen werden alle Entscheidungen von der Hauptversammlung in künstlerischer, organisatorischer und finanzieller Eigenverantwortlichkeit getroffen. Im Jahr 1877 trat das Orchester beim Salzburger Musikfest erstmals ausserhalb Wiens auf, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgte unter der Leitung von Gustav Mahler das erste Auslandsgastspiel. Neben Mahler haben auch Wagner, Verdi, Bruckner, Brahms und Richard Strauss am Pult der Philharmoniker gewirkt; Hans Richter, Felix Weingartner, Wilhelm Furtwängler und Clemens Krauss zählten zu den Musikalischen Leitern. Ab 1933 wurde das Prinzip eines festen Chefdirigenten zugunsten einer engen Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Zeit aufgegeben, wobei vor allem Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein wichtige Kapitel zur Geschichte besteuerten. Die Wiener Philharmoniker haben im Laufe ihres 177-jährigen Bestehens über 9.000 Konzerte bestritten und in fünf Erdteilen gastiert. Seit 1922 nehmen sie an den Salzburger Festspielen teil, seit 1957 an LUCERNE FESTIVAL, und überdies sind sie heute ständiger Gast der Wiener Festwochen sowie der Salzburger Mozartwoche und gestalten eigene Konzertzyklen in New York, Paris, London und Japan. Höhepunkte einer jeden Saison bilden das in über neunzig Länder übertragene Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert vor Schloss Schönbrunn, dem bis zu 100.000 Menschen beiwohnen. Exklusiver Partner der Wiener Philharmoniker ist Rolex.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1957 mit Werken von Schumann, Barber und Beethoven.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.wienerphilharmoniker.at.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Gustavo Dudamel

    Gustavo Dudamel, geboren 1981 im venezolanischen Barquisimeto, erhielt seine musikalische Ausbildung im Rahmen des landesweiten pädagogischen Netzwerks «El Sistema». Schon 1999 wurde dem damals 18-Jährigen die Position des Chefdirigenten bei der Sinfónica de la Juventud Venezolana übertragen, dem heutigen Simón Bolívar Symphony Orchestra, an dessen Spitze er nach wie vor steht. International bekannt wurde Gustavo Dudamel, als er 2004 den Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb in Bamberg gewann. Er debutierte danach bei vielen renommierten Orchestern: beim Boston und beim Chicago Symphony Orchestra, bei den Berliner und den Wiener Philharmonikern, beim Philharmonia Orchestra und beim New York Philharmonic. Von 2007 bis 2012 stand Dudamel an der Spitze der Göteborger Sinfoniker, seit Herbst 2009 amtiert er als Musikdirektor beim Los Angeles Philharmonic, das seinen Vertrag mittlerweile bis ins Jahr 2022 verlängert hat. Dort intensiviert er auch die Jugendarbeit im Rahmen des Youth Orchestra Los Angeles (YOLA), das sich am Vorbild von «El Sistema» orientiert und zugleich eine Art Orchesterakademie darstellt. In der Spielzeit 2016/17 wird Dudamel in Los Angeles einen Zyklus mit allen Schubert-Sinfonien aufführen, die er mit dem Liedschaffen Gustav Mahlers koppelt. Bei den Wiener Philharmonikern wird er das legendäre Neujahrskonzert leiten. Auch im Opernbereich ist Dudamel erfolgreich: So dirigierte er im Herbst 2015 Mozarts Figaro an der Staatsoper Berlin; im April 2016 folgte sein Einstand an der Wiener Staatsoper mit Puccinis Turandot, und anschliessend brachte er bei den Salzburger Pfingstfestspielen Bernsteins West Side Story heraus. Gustavo Dudamel wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter 2007der «Premio de la Latinidad», 2009 der «City of Toronto Glenn Gould Protégé Prize» und 2014 der «Leonard Bernstein Lifetime Achievement Award».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 24. März 2007 mit der Sinfónica de la Juventud Simón Bolívar und Werken von Gustav Mahler. 

    August 2016

     

    Weitere Termine

    Konzerteinführung 17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium
    mit Susanne Stähr

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