Sinfoniekonzert 21

Wiener Philharmoniker | Franz Welser-Möst | Sol Gabetta

Haydn | Bruckner

Fr, 07.09.19.30 UhrNr. 18340

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 21

    Wiener Philharmoniker | Franz Welser-Möst | Sol Gabetta

    Sol Gabetta  Violoncello
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur Hob. VIIb:1
    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105

    Wie alles anfing: Als «artiste étoile» Sol Gabetta erstmals mit Orchester auftrat, im zarten Alter von gerade einmal zehn Jahren, spielte sie – Haydns Cellokonzert in C-Dur. Damals war das Sinfonieorchester von Córdoba ihr musikalischer Partner, aber seither hat sie das Werk in den verschiedensten Konstellationen zur Aufführung gebracht: historisch informiert oder mit modernen Instrumenten, mit kleinem Ensemble oder grösserem Orchester. «Dass ich es jetzt in Luzern mit den Wiener Philharmonikern musizieren kann, ist für mich eine Ehre», erklärt sie. Im zweiten Teil des Abends dirigiert Franz Welser-Möst dann Anton Bruckners kontrapunktisches Meisterstück, die Fünfte Sinfonie, die Mitte der 1870er Jahre entstand. Damals war Bruckner gerade als Dozent an die Wiener Universität berufen worden, und er wollte mit allerlei polyphonen Finessen beweisen, dass er dieser Wahl würdig war. Freilich muss man die Kunst der Fuge nicht studiert haben, um sich von Bruckners Klangkosmos überwältigen zu lassen: Mit ihren mächtigen Steigerungskurven reisst diese Musik wohl jeden mit.

    Podcast «Kinderszenen»: Anton Bruckner
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr (Link).

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Wiener Philharmoniker

    Am 28. März 1842 gaben die Mitglieder des k.u.k. Hoforchesters unter der Leitung von Otto Nicolai im Grossen Redoutensaal ein Konzert, das die Geburtsstunde der Wiener Philharmoniker markiert. Bis heute gelten die seinerzeit festgelegten Prinzipien: Danach können zum einen nur Musiker, die im Orchester der Wiener Staatsoper (der damaligen Hofoper) engagiert sind, aufgenommen werden. Zum anderen werden alle Entscheidungen von der Hauptversammlung in künstlerischer, organisatorischer und finanzieller Eigenverantwortlichkeit getroffen. Im Jahr 1877 trat das Orchester beim Salzburger Musikfest erstmals ausserhalb Wiens auf, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgte unter der Leitung von Gustav Mahler das erste Auslandsgastspiel. Neben Mahler haben auch Wagner, Verdi, Bruckner, Brahms und Richard Strauss am Pult der Philharmoniker gewirkt; Hans Richter, Felix Weingartner, Wilhelm Furtwängler und Clemens Krauss zählten zu den Musikalischen Leitern. Ab 1933 wurde das Prinzip eines festen Chefdirigenten zugunsten einer engen Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Zeit aufgegeben, wobei vor allem Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein wichtige Kapitel zur Geschichte besteuerten. Die Wiener Philharmoniker haben im Laufe ihres 177-jährigen Bestehens über 9.000 Konzerte bestritten und in fünf Erdteilen gastiert. Seit 1922 nehmen sie an den Salzburger Festspielen teil, seit 1957 an LUCERNE FESTIVAL, und überdies sind sie heute ständiger Gast der Wiener Festwochen sowie der Salzburger Mozartwoche und gestalten eigene Konzertzyklen in New York, Paris, London und Japan. Höhepunkte einer jeden Saison bilden das in über neunzig Länder übertragene Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert vor Schloss Schönbrunn, dem bis zu 100.000 Menschen beiwohnen. Exklusiver Partner der Wiener Philharmoniker ist Rolex.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1957 mit Werken von Schumann, Barber und Beethoven.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.wienerphilharmoniker.at.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Franz Welser-Möst

    Der österreichische Dirigent Franz Welser-Möst, geboren 1960 in Linz, steht seit 2002 als Musikdirektor dem Cleveland Orchestra vor, mit dem er neben den Konzertreihen in der Severance Hall und im Blossom Music Center auch regelmässig in New York, Miami und den europäischen Kulturzentren auftritt. Zuvor hatte Welser-Möst bereits Chefpositionen beim London Philharmonic Orchestra (1990 bis 1996) und am Opernhaus Zürich inne, dem er dreizehn Jahre lang, von 1995 bis 2008, verbunden war; von 2010 bis 2014 amtierte er dann als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper. Eine enge Zusammenarbeit pflegt Franz Welser-Möst mit den Wiener Philharmonikern: Bereits zweimal, 2011 und 2013, hat er deren berühmtes Neujahrskonzert dirigiert und die Philharmoniker ausserdem bei Tourneen durch die USA, Japan und Skandinavien geleitet. Auch bei den Salzburger Festspielen ist Welser-Möst ein gerngesehener Gast. In den letzten Jahren brachte er dort Neuproduktionen von Strauss’ Rosenkavalier und Die Liebe der Danae, Beethovens Fidelio und Reimanns Lear heraus; 2018 dirigierte er in Salzburg Strauss’ Salome und ein Programm mit den Wiener Philharmonikern. In der vergangenen Saison war Welser-Möst ausserdem mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, der Filarmonica della Scala, dem Zürcher Tonhalle-Orchester, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Orchestre de Paris zu erleben. Für seine CD-Einspielungen erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den «Gramophone Award», den «Diapason d’or» und den «Japanese Record Academy Award», darüber hinaus im Herbst 2015 den «Echo Klassik» für den DVD-Mitschnitt des Rosenkavaliers aus Salzburg. Franz Welser-Möst ist Ehrenmitglied des Wiener Singvereins und Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst; 2017 wurde er mit dem Pro-Arte-Europapreis ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 26. März 1999 mit dem Gustav Mahler Jugendorchester und der Sechsten Sinfonie von Mahler.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Sol Gabetta

    Sol Gabetta ist «artiste étoile» beim Sommer-Festival 2018, wo sie in drei Sinfoniekonzerten mit dem Mahler Chamber Orchestra, den Wiener Philharmonikern sowie dem London Philharmonic Orchestra zu erleben ist und ausserdem zwei Kammerkonzerte gestaltet. Die internationale Karriere der Cellistin, die 1981 als Tochter französisch-russischer Eltern im argentinischen Córdoba geboren wurde und ihr Studium bei Ivan Monighetti in Basel und bei David Geringas in Berlin absolvierte, ist ohnehin eng mit LUCERNE FESTIVAL verbunden. Als Gewinnerin des «Credit Suisse Young Artist Award» konnte sie hier 2004 ihr Debut mit den Wiener Philharmonikern feiern. Seither arbeitet sie mit Klangkörpern wie dem Orchestre national de France und dem Orchestre de Paris, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Los Angeles und dem London Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und dem Philharmonia Orchestra zusammen. 2014 gab Sol Gabetta ihren Einstand bei den Berliner Philharmonikern, als sie unter der Leitung von Sir Simon Rattle bei den Osterfestspielen Baden-Baden auftrat. Im Frühjahr 2018 konzertierte sie bei den Salzburger Osterfestspielen mit der Sächsischen Staatskapelle unter Christian Thielemann; dort erhielt sie auch den Karajan-Musikpreis. Kurz danach brachte sie das Schumann-Konzert mit dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel zur Aufführung. Sol Gabetta ist eine passionierte Kammermusikerin und veranstaltet in der Klosterkirche Olsberg seit 2006 ihr eigenes Festival «SOLsberg»; gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Bertrand Chamayou war sie 2018 in der New Yorker Carnegie Hall, im Pariser Théâtre des Champs-Elysées und in der Philharmonie Luxemburg zu hören. Bereits viermal erhielt sie für ihre CDs den «Echo Klassik». Sol Gabetta spielt auf einem vom Atelier Cels Paris zur Verfügung gestellten Violoncello von Matteo Goffriller (Venedig 1730).

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 29. August 2001 mit Werken von Penderecki, Schubert, Vasks und Tschaikowsky.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    18.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium

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