Sinfoniekonzert 22

Wiener Philharmoniker | Franz Welser-Möst | Kian Soltani

Dvořák | Brahms

Sa, 08.09. | 18.30 Uhr | Nr. 18343

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 22

    Wiener Philharmoniker | Franz Welser-Möst | Kian Soltani

    Kian Soltani  Violoncello (Preisträger «Credit Suisse Young Artist Award»)
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
    Johannes Brahms (1833–1897)
    Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

    Als Antonín Dvořák an seinem Cellokonzert arbeitete, erhielt er die Nachricht, dass seine Schwägerin Josefina lebensbedrohlich erkrankt sei. Sie war seine grosse Jugendliebe, doch hatte sie den mittellosen Komponisten damals zurückgewiesen und sich lieber einem wohlhabenden Grafen zugewandt. Dvořák heiratete daraufhin ihre jüngere Schwester Anna; nun aber, im Wissen um Josefinas Ende, fügte er in das «Adagio» des Konzerts ihr Lieblingslied ein – als letzte Ehre. Und nach ihrem Tod ergänzte er das Werk noch um eine wehmütige Coda. Der 1992 als Sohn einer persischen Musikerfamilie in Bregenz geborene Kian Soltani, Gewinner des diesjährigen «Credit Suisse Young Artist Award», ist mit seinem satten Ton und musikantischen Temperament ein idealer Interpret für diesen späten Dvořák. Blauen Himmel und Sonnenschein glaubten die Zeitgenossen aus Brahms’ Zweiter Sinfonie herauszuhören, die im Sommer 1877 am idyllischen Wörthersee entstand. Nur Brahms selbst beharrte darauf, «ein schwer melancholischer Mensch» zu sein, und empfahl, die Partitur vorsorglich «mit Trauerrand» zu veröffentlichen.

    Podcast «Kinderszenen»: Antonín Dvořák (1841–1904) und Johannes Brahms (1833–1897) 
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Wiener Philharmoniker

    Die 1842 gegründeten Wiener Philharmoniker setzen sich aus Musiker*innen zusammen, die mindestens drei Jahre im Orchester der Wiener Staatsoper gespielt haben. Sie bilden einen Privatverein, der demokratisch organisiert ist: Alle künstlerischen und orga-
    nisatorischen Entscheidungen werden ei-genverantwortlich von der Hauptversammlung getroffen. Die Philharmoniker können auf eine ruhmreiche Geschichte zurückblicken: Im Jahr 1877 trat das Orchester beim Salzburger Musikfest erstmals ausserhalb Wiens auf, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgte unter Gustav Mahler das erste Auslandsgastspiel. Neben Mahler haben auch Wagner, Verdi, Bruckner, Brahms und Richard Strauss am Pult der Philharmoniker gewirkt; Hans Richter, Felix Weingartner, Wilhelm Furtwängler und Clemens Krauss zählten zu den Musikalischen Leitern. Seit 1933 setzt das Orchester auf die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen herausragenden Künstlerpersönlichkeiten, wobei vor allem Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein wichtige Kapitel beisteuerten. Im Laufe ihres Bestehens haben die «Wiener» über 9.000 Konzerte bestritten. Seit 1922 nehmen sie an den Salzburger Festspielen teil, seit 1957 an Lucerne Festival. Überdies sind sie ständiger Gast der Salzburger Mozartwoche und gestalten eigene Konzertzyklen in New York und Japan. Saisonhöhepunkte bilden das weltweit übertragene Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert Schönbrunn. In der 2018 gegründeten Orchesterakademie wird eine neue Philharmoniker-Generation ausgebildet. Exklusiver Partner der Wiener Philharmoniker ist Rolex.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1957 mit Werken von Schumann, Barber und Beethoven.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.wienerphilharmoniker.at.

    Juli 2021

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    Franz Welser-Möst

    Der österreichische Dirigent Franz Welser-Möst, geboren 1960 in Linz, steht seit 2002 als Musikdirektor dem Cleveland Orchestra vor, mit dem er neben den Konzertreihen in der Severance Hall und im Blossom Music Center auch regelmässig in New York, Miami und den europäischen Kulturzentren auftritt. Zuvor hatte Welser-Möst bereits Chefpositionen beim London Philharmonic Orchestra (1990 bis 1996) und am Opernhaus Zürich inne, dem er dreizehn Jahre lang, von 1995 bis 2008, verbunden war; von 2010 bis 2014 amtierte er dann als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper. Eine enge Zusammenarbeit pflegt Franz Welser-Möst mit den Wiener Philharmonikern: Bereits zweimal, 2011 und 2013, hat er deren berühmtes Neujahrskonzert dirigiert und die Philharmoniker ausserdem bei Tourneen durch die USA, Japan und Skandinavien geleitet. Auch bei den Salzburger Festspielen ist Welser-Möst ein gerngesehener Gast. In den letzten Jahren brachte er dort Neuproduktionen von Strauss’ Rosenkavalier und Die Liebe der Danae, Beethovens Fidelio und Reimanns Lear heraus; 2018 dirigierte er in Salzburg Strauss’ Salome und ein Programm mit den Wiener Philharmonikern. In der vergangenen Saison war Welser-Möst ausserdem mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, der Filarmonica della Scala, dem Zürcher Tonhalle-Orchester, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Orchestre de Paris zu erleben. Für seine CD-Einspielungen erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den «Gramophone Award», den «Diapason d’or» und den «Japanese Record Academy Award», darüber hinaus im Herbst 2015 den «Echo Klassik» für den DVD-Mitschnitt des Rosenkavaliers aus Salzburg. Franz Welser-Möst ist Ehrenmitglied des Wiener Singvereins und Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst; 2017 wurde er mit dem Pro-Arte-Europapreis ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 26. März 1999 mit dem Gustav Mahler Jugendorchester und der Sechsten Sinfonie von Mahler.

    Juli 2018

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    Kian Soltani

    1992 im österreichischen Bregenz als Sohn einer persischen Musikerfamilie geboren, begann Kian Soltani im Alter von zwölf Jahren sein Cellostudium bei Ivan Monighetti an der Musik-Akademie Basel. Die Ausbildung schloss er bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy ab; wichtige Impulse erhielt er auch als Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung. Nach ersten Wettbewerbserfolgen bei den Konkurrenzen «Karl Davidoff» in Lettland und «Antonio Janigro» in Kroatien siegte Soltani 2013 bei der «International Paulo Cello Competition» in Helsinki; 2014 wurde ihm der Luitpold-Preis des Kissinger Sommers, 2017 der Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals verliehen. 2018 schliesslich erhielt er den hochdotierten Credit Suisse Young Artist Award, der ihm einen Auftritt mit den Wiener Philharmonikern bei Lucerne Festival eintrug, wo er Dvořáks Cellokonzert spielte. Schon als 19-Jähriger konnte Kian Soltani im Wiener Musikverein und bei der Schubertiade in Hohenems debutieren. Seither hat er mit dem London, dem Helsinki und dem Royal Liverpool Philharmonic, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Boston und dem Chicago Symphony Orchestra, der Staatskapelle Berlin, dem Orchestre de Paris, dem SWR Symphonieorchester und dem NDR Elbphilharmonie Orchester konzertiert. 2020/21 gab er seinen Einstand bei den Münchner Philharmonikern und beim Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Regelmässig arbeitet Kian Soltani mit dem West-Eastern Divan Orchestra und Daniel Barenboim zusammen, mit denen er als Solist bei den Salzburger Festspielen, den BBC Proms in London und im Teatro Colón in Buenos Aires gastierte. 2018 veröffentlichte er unter dem Titel Home seine erste Solo-CD, die Werke von Schubert und Schumann sowie persische Volksmusik enthält; 2020 erschien seine Interpretation von Dvořáks Cellokonzert mit der Staatskapelle Berlin unter Barenboim. Kian Soltani musiziert auf einem Instrument von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1694.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 17. August 2015 mit Beethovens Tripelkonzert, das er mit Guy Braunstein, Daniel Barenboim und dem West-Eastern Divan Orchestra aufführte.

    Juli 2021

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    17.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium

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