Sinfoniekonzert 29

Wiener Philharmoniker | Daniel Harding

Debussy | Mahler

So, 10.09. | 17.00 Uhr | Nr. 17361

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

|

 
     
    Daniel Harding  Dirigent

    60. Luzerner Bühnenjubiläum der Wiener Philharmoniker

    Claude Debussy (1862–1918)
    Suite aus Pelléas et Mélisande
    zusammengestellt von Erich Leinsdorf
    Gustav Mahler (1860–1911)
    Sinfonie Nr. 6 a-Moll

    Wie stark wird unsere Identität von äusseren Zwängen, Zufällen und Schicksalsschlägen beherrscht? Das Schlusskonzert des Festspielsommers gibt eine klare Antwort: In Claude Debussys Oper Pelléas et Mélisande regiert ein düsterer Fatalismus, die Helden sind nur noch Opfer, die ein Verhängnis erahnen, dem sie nichts mehr entgegensetzen können: Fin de siècle – Endzeitstimmung? Gustav Mahler steigert diese Atmosphäre gar bis zur Katastrophe, wenn er in seiner Sechsten Sinfonie das Schicksal nicht nur an die Pforte pochen, sondern sinnbildlich mit einem monströsen Hammer zuschlagen lässt. Seine Witwe Alma glaubte, Mahler habe damit sein eigenes Los vorweggenommen: den Verlust seiner prestigereichen Position als Wiener Hofoperndirektor, den Tod seiner kleinen Tochter Maria und sein schweres Herzleiden, dem er im Alter von nur 50 Jahren erliegen sollte. Bei aller Beklemmung, die man dabei empfinden mag: Mahlers Sechste ist ein grossartiges Bekenntniswerk, zumal wenn es von den Wiener Philharmonikern und einem glühenden Mahlerianer wie Daniel Harding musiziert wird.

    Wiener Philharmoniker

    Am 28. März 1842 gaben die Mitglieder des k.u.k. Hoforchesters unter der Leitung von Otto Nicolai im Grossen Redoutensaal ein Konzert, das die Geburtsstunde der Wiener Philharmoniker markiert. Bis heute gelten die seinerzeit festgelegten Prinzipien: Danach können zum einen nur Musiker, die im Orchester der Wiener Staatsoper (der damaligen Hofoper) engagiert sind, aufgenommen werden. Zum anderen werden alle Entscheidungen von der Hauptversammlung in künstlerischer, organisatorischer und finanzieller Eigenverantwortlichkeit getroffen. Im Jahr 1877 trat das Orchester beim Salzburger Musikfest erstmals ausserhalb Wiens auf, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgte unter der Leitung von Gustav Mahler das erste Auslandsgastspiel. Neben Mahler haben auch Wagner, Verdi, Bruckner, Brahms und Richard Strauss am Pult der Philharmoniker gewirkt; Hans Richter, Felix Weingartner, Wilhelm Furtwängler und Clemens Krauss zählten zu den Musikalischen Leitern. Ab 1933 wurde das Prinzip eines festen Chefdirigenten zugunsten einer engen Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Zeit aufgegeben, wobei vor allem Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein wichtige Kapitel zur Geschichte besteuerten. Die Wiener Philharmoniker haben im Laufe ihres 177-jährigen Bestehens über 9.000 Konzerte bestritten und in fünf Erdteilen gastiert. Seit 1922 nehmen sie an den Salzburger Festspielen teil, seit 1957 an LUCERNE FESTIVAL, und überdies sind sie heute ständiger Gast der Wiener Festwochen sowie der Salzburger Mozartwoche und gestalten eigene Konzertzyklen in New York, Paris, London und Japan. Höhepunkte einer jeden Saison bilden das in über neunzig Länder übertragene Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert vor Schloss Schönbrunn, dem bis zu 100.000 Menschen beiwohnen. Exklusiver Partner der Wiener Philharmoniker ist Rolex.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1957 mit Werken von Schumann, Barber und Beethoven.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.wienerphilharmoniker.at.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Daniel Harding

    Daniel Harding, geboren 1975 in Oxford, begann seine Karriere als Assistent von Simon Rattle und Claudio Abbado. 1994 debutierte er beim City of Birmingham Symphony Orchestra, 1996 bei den Berliner Philharmonikern, mit denen er bis heute regelmässig auftritt. Seine ersten Chefpositionen führten ihn zum Sinfonieorchester Trondheim, zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und zum Mahler Chamber Orchestra, das ihn mittlerweile zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit gewählt hat. Seit 2007 ist er Chef des Schwedischen Radiosinfonieorchesters – seinen dortigen Vertrag hat er bis 2023 verlängert. Von 2016 bis Sommer 2019 stand er auch an der Spitze des Orchestre de Paris; ausserdem war er von 2007 bis 2016 Principal Guest Conductor beim London Symphony Orchestra. Daniel Harding arbeitet überdies mit den Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle und dem Gewandhaus-orchester Leipzig zusammen, mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den grossen amerikanischen Klangkörpern. Als Operndirigent ist Harding seit 1998 Stammgast beim Festival von Aix-en-Provence; 2017 brachte er dort Strawinskys The Rake’s Progress heraus. Bei den Salzburger Festspielen leitete er u. a. Mozarts Don Giovanni und Le nozze di Figaro, an der Mailänder Scala war er mit Verdis Falstaff und Schuberts Fierabras zu erleben. Auch die Wiener, die Bayerische und die Berliner Staatsoper sowie das Londoner Royal Opera House verpflichteten ihn für verschiedene Produktionen. 2011 wurde Daniel Harding mit dem italienischen Kritikerpreis «Premio Abbiati» ausgezeichnet. Seine CDs erhielten den «Choc de l’Année», den «Grand Prix de l’Académie Charles Cros», den «Gramophone Award» und einen «Grammy». Seit 2002 ist er «Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres», seit 2012 Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 16. August 2003 mit dem Mahler Chamber Orchestra und Werken von Haydn, Kelterborn und Schumann.

    Juli 2019

    Weitere Termine
    None
    Hauptsponsor