Sinfoniekonzert 19

Wiener Philharmoniker | Bernard Haitink | Murray Perahia

Beethoven | Bruckner

Fr, 06.09.19.30 UhrNr. 19342

KKL Luzern, Konzertsaal

Ausverkauft


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 19

    Wiener Philharmoniker | Bernard Haitink | Murray Perahia

    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107

    Wer dieses Konzert besucht, der wird später einmal sagen können: «Ich bin dabei gewesen.» Denn hier treffen viele Aspekte des  Ausserordentlichen, ja, des Unwiederbringlichen zusammen. Der 90-jährige Bernard Haitink, der das Wissen und die Weisheit der grossen Dirigierkunst verkörpert wie kaum ein zweiter, gibt sich noch einmal die Ehre – und zwar am Pult der Wiener Philharmoniker, deren Klang bis heute unverwechselbar und einzigartig geblieben ist. Haitink wählt dazu mit Anton Bruckner einen Komponisten, der ihn sein Leben lang begleitet und geprägt hat, seitdem er als Achtjähriger erstmals eine Sinfonie von ihm hörte: «Bruckner war einfach immer da», erklärt der niederländische Maestro den Stellenwert, den der österreichische Sinfoniker für ihn einnimmt. Mit der Siebten in E-Dur widmet er sich obendrein der vielleicht beliebtesten und eingängigsten im Reigen der Bruckner-Sinfonien. Und wenn im ersten Teil auch noch Beethovens Viertes Klavierkonzert erklingt, ein Gleichnis auf die Macht der Musik, dann ist das Glück vollkommen. Zumal mit Murray Perahia ein musikalischer Poet und Philosoph den Solopart spielt.

    Wiener Philharmoniker

    Am 28. März 1842 gaben die Mitglieder des k.u.k. Hoforchesters unter der Leitung von Otto Nicolai im Grossen Redoutensaal ein Konzert, das die Geburtsstunde der Wiener Philharmoniker markiert. Bis heute gelten die seinerzeit festgelegten Prinzipien: Danach können zum einen nur Musiker, die im Orchester der Wiener Staatsoper (der damaligen Hofoper) engagiert sind, aufgenommen werden. Zum anderen werden alle Entscheidungen von der Hauptversammlung in künstlerischer, organisatorischer und finanzieller Eigenverantwortlichkeit getroffen. Im Jahr 1877 trat das Orchester beim Salzburger Musikfest erstmals ausserhalb Wiens auf, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgte unter der Leitung von Gustav Mahler das erste Auslandsgastspiel. Neben Mahler haben auch Wagner, Verdi, Bruckner, Brahms und Richard Strauss am Pult der Philharmoniker gewirkt; Hans Richter, Felix Weingartner, Wilhelm Furtwängler und Clemens Krauss zählten zu den Musikalischen Leitern. Ab 1933 wurde das Prinzip eines festen Chefdirigenten zugunsten einer engen Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Zeit aufgegeben, wobei vor allem Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein wichtige Kapitel zur Geschichte beisteuerten. Die Wiener Philharmoniker haben seit ihrer Gründung rund 9.000 Konzerte bestritten und in allen fünf Erdteilen gastiert. Seit 1922 nehmen sie an den Salzburger Festspielen teil, seit 1957 an LUCERNE FESTIVAL, und überdies sind sie heute ständiger Gast der Wiener Festwochen sowie der Salzburger Mozartwoche und gestalten eigene Konzertzyklen in New York, Paris, London und Japan. Höhepunkte einer jeden Saison bilden das in über neunzig Länder übertragene Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert Schönbrunn, dem bis zu 100.000 Menschen beiwohnen. Exklusiver Partner der Wiener Philharmoniker ist Rolex.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1957 mit Werken von Schumann, Barber und Beethoven.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.wienerphilharmoniker.at.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Bernard Haitink

    Bernard Haitink, geboren in Amsterdam, feierte im März seinen 90. Geburtstag. Vor 65 Jahren, im Juli 1954, stand der ausgebildete Geiger erstmals am Pult und leitete das niederländische Radio Filharmonisch Orkest. 1956 folgte sein Einstand beim Amsterdamer Concertgebouw Orchestra, das ihn 1961 an seine Spitze berief: 27 Jahre trug Haitink dort die Verantwortung. Heute fungiert er als Ehrendirigent des Orchesters, mit dem er zuletzt im Dezember 2018 auftrat, als er Werke von Mozart und Bruckner dirigierte. Weitere Chefpositionen führten ihn zum London Philharmonic Orchestra (1967–79), zum Glynde­bourne Festival (1977–88), ans Londoner Royal Opera House (1987–2002), zur Säch­sischen Staatskapelle Dresden (2002–04) und als Principal Conductor zum Chicago Symphony Orchestra (2006–10). Als Gastdirigent leitet Bernard Haitink regelmässig die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Boston Symphony Orchestra und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Insbesondere seine Bruckner- und Mahler-Deutungen setzten Massstäbe, doch ist Haitink auch ein gleichermassen profilierter Interpret der Wiener Klassik. Bei LUCERNE FESTIVAL präsentierte er in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe zyklische Aufführungen der Werke von Beethoven, Brahms und Schumann. Auch als Pädagoge war er dem Festival eng verbunden und gab von 2011 bis 2018 jährlich zu Ostern einen Meisterkurs für Dirigenten. Haitink ist «Knight of the British Empire», «Companion of Honour» und Mitglied im Oranier-Orden des Hauses Nassau. 2017 empfing er die höchste zivile Ehrung seines Heimatlands und wurde als Commander in den «Orden vom Niederländischen Löwen» berufen. Die Berliner und die Wiener Philharmoniker sowie das Chamber Orchestra of Europe ernannten ihn zu ihrem Ehrenmitglied. Nach Ende der Saison 2018/19 wird Bernard Haitink ein Sabbatical einlegen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 17. August 1966 mit dem Schweizerischen Festspielorchester und Werken von Schubert, Martin und Mahler. 

    Februar 2019

    Weitere Termine

    Murray Perahia

    Murray Perahia, 1947 in New York als Sohn einer sephardischen Familie geboren, erlernte im Alter von vier Jahren das Klavierspiel. Mit siebzehn wurde er an das New Yorker Mannes College aufgenommen, wo er auch Dirigieren und Komposition studierte; ausserdem erhielt er Unterricht von Mieczysław Horszowski. Wichtige Anregungen empfing Perahia beim Festival in Marlboro: Dort arbeitete er mit Rudolf Serkin, Pablo Casals und Mitgliedern des Budapester Streichquartetts zusammen. 1972 gewann er den Klavierwettbewerb von Leeds, gab seinen Einstand beim New York Philharmonic und begann seine internationale Karriere, die ihn mit den bedeutendsten Dirigenten und Orchestern der Welt zusammenbrachte. Eine enge künstlerische Verbindung unterhielt Perahia zu Benjamin Britten und Peter Pears; von 1981 bis 1989 war er Co-Direktor des von Britten gegründeten Aldeburgh Festival. Eine prägende Freundschaft verband ihn überdies mit Vladimir Horowitz. Murray Perahia ist auch als Dirigent tätig und leitete u. a. das Chamber Orchestra of Europe, die Camerata Salzburg und die Academy of St Martin in the Fields, die ihn im Jahr 2000 zu ihrem «Principal Guest Conductor» berief. Für seine Einspielungen erhielt er allein dreimal den amerikanischen «Grammy» und achtmal den britischen «Gramophone Award»; 2011 wurde ihm die Ehrenurkunde des «Preises der deutschen Schallplattenkritik» verliehen, 2013 der «Royal Academy of Music Bach Prize». Zuletzt veröffentlichte er im Oktober 2016 eine Neueinspielung von Bachs Französischen Suiten. Murray Perahia, der Ehrendoktor der Universität von Leeds und der Duke University in Durham (North Carolina) sowie Ehrenmitglied des Royal College und der Royal Academy of Music ist, gibt die kritische Neuausgabe aller Beethoven-Sonaten heraus. 2004 ernannte ihn Königin Eli-zabeth II. zum «Knight Commander of the British Empire».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 10. September 1983 mit Beethovens Zweitem Klavierkonzert und dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Bernard Haitink.

    November 2016

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