Sinfoniekonzert 18

Wiener Philharmoniker | Andrés Orozco-Estrada | Leonidas Kavakos

Dvořák | Korngold

Do, 05.09.19.30 UhrNr. 19341

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 320 270 220 150 80 40


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 18

    Wiener Philharmoniker | Andrés Orozco-Estrada | Leonidas Kavakos

    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Die Mittagshexe op. 108
    Erich Wolfgang Korngold (1897–1957)
    Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 Aus der Neuen Welt

    Dieses Werk liegt Leonidas Kavakos besonders am Herzen: das Violinkonzert des Österreichers Erich Wolfgang Korngold, der schon als Wunderkind gefeiert wurde und später als Filmkomponist in Hollywood für Furore sorgte. Das rettete ihm das Leben, denn als die Nazis 1938 in sein Heimatland einmarschierten, war er gerade in Kalifornien und konnte so der Verfolgung entgehen, die ihn als Jude erwartet hätte. Im 1945 entstandenen Violinkonzert greift Korngold auch Filmmelodien auf und bettet sie in einen prachtvollen, spätromantischen Orchestersatz. «Musik bleibt Musik», glaubt Kavakos. «Die Tatsache, dass Korngold Filmmusik geschrieben hat, macht ihn nicht zu einem schlechteren Komponisten.» Antonín Dvořák wiederum liess sich von Negro Spirituals und indianischen Melodien zu seiner legendären Sinfonie aus der Neuen Welt inspirieren. Die Wiener Philharmoniker haben für dieses Konzert den 41-jährigen kolumbianischen Dirigenten Andrés Orozco-Estrada ans Pult gebeten: einen charismatischen Maestro und glänzenden Kommunikator, der als Chef des Houston Symphony Orchestra und des hr-Sinfonieorchesters längst Massstäbe setzt.

    Gastronomisches Angebot des KKL beim Sommer-Festival 2019

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Wiener Philharmoniker

    Am 28. März 1842 gaben die Mitglieder des k.u.k. Hoforchesters unter der Leitung von Otto Nicolai im Grossen Redoutensaal ein Konzert, das die Geburtsstunde der Wiener Philharmoniker markiert. Bis heute gelten die seinerzeit festgelegten Prinzipien: Danach können zum einen nur Musiker, die im Orchester der Wiener Staatsoper (der damaligen Hofoper) engagiert sind, aufgenommen werden. Zum anderen werden alle Entscheidungen von der Hauptversammlung in künstlerischer, organisatorischer und finanzieller Eigenverantwortlichkeit getroffen. Im Jahr 1877 trat das Orchester beim Salzburger Musikfest erstmals ausserhalb Wiens auf, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgte unter der Leitung von Gustav Mahler das erste Auslandsgastspiel. Neben Mahler haben auch Wagner, Verdi, Bruckner, Brahms und Richard Strauss am Pult der Philharmoniker gewirkt; Hans Richter, Felix Weingartner, Wilhelm Furtwängler und Clemens Krauss zählten zu den Musikalischen Leitern. Ab 1933 wurde das Prinzip eines festen Chefdirigenten zugunsten einer engen Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Zeit aufgegeben, wobei vor allem Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein wichtige Kapitel zur Geschichte besteuerten. Die Wiener Philharmoniker haben im Laufe ihres 177-jährigen Bestehens über 9.000 Konzerte bestritten und in fünf Erdteilen gastiert. Seit 1922 nehmen sie an den Salzburger Festspielen teil, seit 1957 an LUCERNE FESTIVAL, und überdies sind sie heute ständiger Gast der Wiener Festwochen sowie der Salzburger Mozartwoche und gestalten eigene Konzertzyklen in New York, Paris, London und Japan. Höhepunkte einer jeden Saison bilden das in über neunzig Länder übertragene Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert vor Schloss Schönbrunn, dem bis zu 100.000 Menschen beiwohnen. Exklusiver Partner der Wiener Philharmoniker ist Rolex.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1957 mit Werken von Schumann, Barber und Beethoven.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.wienerphilharmoniker.at.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Andrés Orozco-Estrada

    Andrés Orozco-Estrada, geboren 1977 im kolumbianischen Medellín, erlernte zunächst das Geigenspiel, ehe er als 15-Jähriger seinen ersten Dirigierunterricht erhielt. 1997 zog er zum weiteren Studium nach Wien und absolvierte dort die Dirigier-klasse von Uroš Lajovic an der Universität für Musik und darstellende Kunst. Seine ersten Leitungsposi-tionen erhielt er als Musikdirektor der Oper Klosterneuburg, als Chefdirigent von recreation – Grosses Or-chester Graz und beim Tonkünstler-Orchester in Niederösterreich, dem er von 2009 bis 2015 vorstand. Seit 2014 amtiert Orozco-Estrada an der Spitze des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt und als Music Director des Houston Symphony Orchestra. Dem London Philharmonic Orchestra ist er als Principal Guest Conductor fest verbunden. Und ab der Spielzeit 2021/22 tritt er die Nachfolge von Philippe Jordan als Chefdirigent der Wiener Symphoniker an. Andrés Orozco-Estrada hat viele international renommierte Orchester geleitet, darunter die Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig, das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia oder das Cleveland Orchestra. In der Saison 2018/19 war er mit den Wiener Phil-harmonikern bei der Mozartwoche Salzburg zu Gast, dirigierte das Chicago Symphony und das Philadelphia Orchestra, konzertierte mit dem Chamber Orchestra of Europe sowie dem Mahler Chamber Orchestra und stand am Pult bei der Neuproduktion von Verdis Rigoletto an der Berliner Staatsoper. Im Herbst 2019 geht er mit den Wiener Philharmonikern auf Asien-Tournee, mit Auftritten in China, Macao und Japan. Auf CD hat Orozco-Estrada u. a. Sinfonien von Brahms, Dvořák und Mendelssohn vorgelegt und Werke von Strawinsky eingespielt. Zuletzt erschienen seine Interpretationen von Haydns Schöpfung und Strauss’ Alpensinfonie.

    Juli 2019

    Leonidas Kavakos

    Der griechische Geiger Leonidas Kavakos ist «artiste étoile» beim Luzerner Sommer-Festival 2019. 1967 in Athen geboren, begann er als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel. Sein Studium absolvierte er bei Stelios Kafantaris am Konservatorium seiner Heimatstadt und bei Josef Gingold an der Universität von Indiana. 1985 ging Kavakos als Sieger aus dem Sibelius-Wettbewerb in Helsinki hervor, 1988 gewann er die «Naumburg Violin Competition» in New York und den «Premio Paganini» in Genua. Mit der Weltersteinspielung des Sibelius-Konzerts in der lange für «unspielbar» gehaltenen Urfassung sorgte er für eine Sensation und wurde 1991 mit dem «Gramophone Concerto of the Year Award» ausgezeichnet. Seitdem tritt Kavakos als Solist mit vielen renommierten Orchestern auf, etwa mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Dresdner Staatskapelle, dem Philadelphia Orchestra und der Filarmonica della Scala, dem Chicago Symphony, dem Los Angeles, dem Israel oder dem New York Philharmonic. Zunehmend widmet sich Kavakos auch selbst dem Dirigieren und leitete das London, das Boston und das Houston Symphony Orchestra, das Budapest Festival Orchestra, das New York und das Rotterdam Philharmonic, die Wiener Symphoniker, das Chamber Orchestra of Europe sowie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. 2018/19 war Leonidas Kavakos «artist-in-residence» beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit dem er dabei, als Solist und Dirigent, Beethovens Violinkonzert auf CD aufgenommen hat. Sein Zyklus aller Beethoven-Sonaten mit Enrico Pace wurde 2013 mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet. 2014 erhielt er den «Gramophone Artist of the Year Award». Zuletzt veröffentlichte er Brahms’ Klaviertrios mit Emanuel Ax und Yo-Yo Ma. Leonidas Kavakos, dem 2017 der Léonie-Sonning-Musikpreis verliehen wurde, spielt die Stradivari «Willemotte» aus dem Jahr 1734.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 29. August 1999 bei einem Beethoven-Schnittke-Konzert mit Kim Kashkashian und Natalia Gutman.

    August 2019

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